Hatte gehofft, hier würde sich noch ein anderer vor mir zu Wort melden. Nun denn, nimm mir jetzt nicht übel, wenn die Kritik etwas ausführlicher wird:
Mir fielauf, dass dein Stil schwankt. Das soll Lob und Kritik in einem sein: Du hast einige sehr gelunge Sätze drin. "Höhnisch, wie das Lachen eines trügerischen Ferengis, der gerade dabei war seinen Kunden über das Ohr zu hauen." hat mir z.B. gefallen. Deine Wortwahl ist meistens treffend.
Sehr viele Sätze sind aber völlig redundant: "Als ich sie noch einmal bewegte, bemerkte ich etwas in ihrem Rücken. Ein Teil einer Klinge eines D'k tahg. Ich zog sie heraus und betrachtete das Stück Metall. Eindeutig eine Klinge eines D'k tahg." Vier Sätze für eine Information sind unnötig, das geht deutlich kürzer. Es verlangsamt auch das Lesetempo.
Ich glaube, dass du die Geschichte ohne Probleme auf knapp über 20.000 Zeichen kürzen könntest, ohne Informationen zu verlieren. Wäre vermutlich sogar knackiger.
Ich neige ja im Gegensatz dazu eher zu Bandwurmsätzen.

Beides ist eine Frage der Übung, da hab ich keine Zweifel, dass du das in den Griff bekommst.
Zum Inhalt: Klingonische Ehre passt natürlich wunderbar zum Titel. Dir gelingt es auch richtig gut Atmosphäre zu erzeugen! Die Kampfszenen sind gut geschildert, da flutscht das Lesen wieder. Eigentlich ist der Kampf auch viel zu lang beschrieben, aber die Atmosphäre zieht hier. Das macht sehr viel wett.
In der Story sind allerdings einige Löcher: Die Zeitverhältnisse sind nicht klar (wie viel Jahre sind vergangen, warum so späte Rache?), der Protagonist wirkt künstlich vergesslich. Ich hatte am Anfang ein etwas anderes Bild im Kopf (Er kniet noch im Blut seines Feindes) als am Schluss, da hat er das Bat'leth von Ch'Por im Bauch und liegt am Boden. So richtig schlüssig ists auch nicht, warum ein rachsüchtiger, unbeherrschter Klingone nun heimlich die Frau seines Widersachers meuchelt statt einfach zum Zweikampf aufzufordern.
Für ein Erstlingswerk ist das jedoch schon recht überzeugend. Ein bisschen an der Sprache feilen und ich sehe für den nächsten Wettbewerb einen potenten Mitstreiter. Diese Story sehe ich zwischen 2 und 3...