Jump to content

einz1975

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    552
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Days Won

    1

einz1975 last won the day on July 20 2016

einz1975 had the most liked content!

Ansehen in der Community

1 Neutral

Über einz1975

  • Geburtstag 02.08.1975

Basis-Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Berlin

Detail-Informationen

  • Vorname
    Matthias
  • Nachname
    Göbel
  • Postleitzahl
    13088
  • Land
    D
  • Beziehungsstatus
  • Haarfarbe
  • Körpergröße
  • Figur
  • Raucher

Kontaktmöglichkeiten

  • ICQ
    0

Letzte Besucher des Profils

8.804 Profilaufrufe
  1. Die neue Serie "Star Trek: Discovery" startet am 25. September auf Netflix und mittlerweile sind die Titel der ersten vier Episoden bekannt gegeben worden: Episode 1: The Vulcan Hello Episode 2: Battle at the Binary Stars Episode 3: Context Is for Kings Episode 4: The Butcher's Knife Cares Not for the Lamb's Cry Dabei sollte es nicht verwundern, dass auch hier die Vulkanier eine wichtige Rolle spielen werden. Ein weitere Detail trifft dabei besonders ins Auge, denn die Erste Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist zwar ein Mensch, wurde aber auf Vulkan von Spocks Vater Sarek aufgezogen. Somit hat Spock eine Schwester, von der wir bisher noch nichts gewusst haben.
  2. Die Haarteppichknüpfer

    In Geschichten gibt es oft einen oder mehrere Helden, welche man in dem anstehenden Abenteuer nach und nach begleitet. Gefahren lauern an allen Ecken, Action im Kampf und Intrigen bringen dir Spannung, welche am Ende aufgedeckt werden. Die Haarteppichknüpfer bricht jedoch mit all diesen konventionellen Richtlinien. Eschbach begibt sich mit seinem Roman in eine mehrere zehntausend Jahre entfernte Zukunft. Ein Kaiser regiert das Universum und jeder einzelne Mensch ist dessen Untertan. Doch es gibt Gerüchte, dass es den Kaiser nicht mehr gibt und Rebellen die Macht übernommen haben.... Auf einem tief im All vergessen Planeten knüpft ein Mann an einem Teppich. Wie der Name des Buches es verrät, handelt es sich um einen Teppich aus Haaren. Ein Knüpfer muss mehr als eine Frau und Kinder haben, denn nur die Haare der Frauen und Töchter dürfen benutzt werden. So ein Wunderwerk zu erstellen dauert ein ganzes Leben und nicht selten werden die Arbeiter dabei blind oder sterben früher an den Folgen dieser Arbeit. Einen Sohn muss man ebenfalls haben, welcher die Schuld des Vaters auf sich nimmt und an einem neuen Teppich arbeitet und so geht es seit vielen tausend Jahren. Der Kaiser bekommt seine Teppiche und die Knüpfer werden dafür am Ende ihres Lebens bezahlt. Was alles hat das mit Science Fiction zu tun? Das klingt doch eher wie tiefes Mittelalter?! Genau hier hat Andreas Eschbach eine weitere Besonderheit benutzt. Er vermischt einfach Fortschritt und Technologie mit Altertum, fügt eine Priese Gottesanbetung hinzu und fertig ist dieser wirklich ungewöhnliche Roman. Die Geschichte erfährt nicht einen geradlinigen Faden, welchen man folgt und vielleicht kleine Überraschungen hin und wieder für Abwechslung sorgen.Vielmehr hat er Einzelstorys im Gepäck und beschreibt damit das große Ganze. Hier ein Einkäufer der Teppiche, da ein Pilot, welcher die Teppiche nicht fassen kann und dann ein Rebell welcher vor dem Kaiser steht. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen, alles enthält ein kleines Puzzlestück, welches das Ende die Auflösung des Geheimnisses hinter den Haarteppichknüpfer zusammenfügt. Mit jeder Seite erfährt man mehr über den Kaiser, die Zukunft der Menschen, Rebellen, Raumschiffe und Lebensweise. Im Endeffekt fügt Eschenbach nur das zusammen, was wie eine traurige Wahrheit allzeit über diese Geschichte schwebt, denn was sind schon zehntausend Jahre für einen scheinbar unsterblichen Kaiser? Fazit: Die Haarteppichknüpfer ist nicht einfach nur eine banale Geschichte über uns Menschen in einer fernen Zukunft - Der Roman ist eine Offenbarung! Andreas Eschbach hebt sich mit seiner außergewöhnlichen Erzählstruktur deutlich von vielen Genre-Kollegen ab. Der Leser lechzt nach der Lösung und vergisst dabei wie schnell die Zeit verstreicht. Es ist wirklich lange her, dass mich ein Roman danach noch so sehr beschäftigt hat wie dieser. Prädikat – Besonders zu empfehlen! Matthias Göbel Autor: Andreas Eschbach Taschenbuch: 319 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 12.10.2012 ISBN: 978-3-404-20697-1
  3. Das die Föderation von Anfang an einen nicht ganz so leichten Start hatte, konnten wir nicht nur in der Serie miterleben, auch im ersten Teil zu „Rise of the Federation“ ging es turbulent her und der Frieden in der Galaxis schien in Gefahr zu sein. Auch dieses mal erleben wir wieder Admiral Jonathan Archer, welcher diesmal versucht die Bewohner des wohlhabenden Rigel-Systems zum Beitritt in die Föderation zu bewegen. Christopher L. Bennett hat uns dafür nicht nur eine Geschichte geschrieben, sondern versucht wieder mehrere Parallelstorys ineinanderlaufen zu lassen. Da haben wir zum einen Archer selbst, der sich „endlich“ mal wieder verliebt, wobei er am Ende erkennt, dass man das Glück meist schon lange kennt. T´Pol und Trip, sind sich nicht mehr sicher ob ihre Beziehung so funktioniert, denn er kann eben nicht von Sektion 31 lassen. Er begibt sich auf eine Mission, welche noch einmal zeigt, wie wichtig es ist auch im Schatten zu agieren, was offizielle Kräfte eben nicht immer können. Dann wird auch noch ein neuer Präsident gewählt, ja genau, Politik ist diesmal ein wichtiger Bestandteil des Buches, was unweigerlich zu langen Reden, mit fragwürdigen Inhalten führt. Wichtig für den Fortlauf der Geschichte vielleicht, aber wahrlich gähnend zu lesen. Reed,macht sich mit seinem Raumschiff, die Pionier, auf den Weg und muss das Verschwinden einiger Crewmitglieder klären, welche von einer Organisation gekidnappt werden, um geheime Daten zu entschlüsseln. Doch auch dieses Katz und Mausspiel ergibt sicher seiner Handlung und führt mehr zu einem zähen Fluss und nicht zu einer spannenden Jagd. Das die gleichen Drahtzieher wie in Teil eins wieder ihre Finger nach Archer ausstrecken, ist sicher auch logisch, aber irgendwie auch schade. All die Macht welche aktuell offen steht, warum nicht mal andere neue Figuren mit einbringen? Jedes einzelne Komplott welches heimlich und tückisch geschmiedet wurde, zerfällt nach und nach und das nicht nur weil Archer aufgepasst hat, vielmehr weil viele Köche eben den Brei dann doch verderben.Genau das gleich passiert dem Autor, welcher sich einfach zu sehr auf Abwechslung konzentriert hat, als auf die eigentliche Story. An vielen Stellen möchte man gar nicht wissen, was der ein oder andere denkt und gerade was die Reden der politischen Gegner angeht, sie zehren einfach nur am Geduldsfaden des Lesers. Da es mit dieser Buchreihe weitergehen wird, hoffe ich nur, dass der Autor sich wieder fängt und sich mehr auf die Einzelgeschichten konzentriert, als das er an zu vielen Plätzen zu gleich ist. Ebenfalls hat mir die Weiterzählung aus dem ersten Teil gefehlt, denn was ist nun mit dem Transporter? Wird er je wieder eingesetzt werden können? Dennoch war es schön alle alten Figuren wieder in Aktion zu erleben und Trip hat mir diesmal am besten gefallen. Fazit: Wer viele Hasen jagt, fängt keinen. Genau das passiert in diesem Fall Autor Christopher L. Bennett. Die Ideen sind alle gut und könnten jeweils einen Einzelroman hervorbringen, aber dennoch hat er versucht alles in einen einzigen zu quetschen. Obwohl am Ende alles gut wird und wir die Zukunft der Föderation weiter erleben können, sollten sich die Geschichten zukünftig mehr konzentrieren, denn es gibt sicherlich noch so viel was Archer selbst oder Red mit seiner eigenen Crew erleben könnte. Ich für meinen Teil hoffe es sehr. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Taschenbuch: 375 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 06.06.2017 ISBN: 978-3-95981-196-5
  4. Zeitkurier

    Zeitreisen haben mich schon immer fasziniert. Egal ob bei Star Trek oder wie in vielen anderen Filmen/Büchern gab und gibt es das unausweichliche Paradox, vor welches man nicht nur als Leser, sondern auch als Hauptfigur steht. Der Einstieg in den Roman erleben wir gleich als direkten Auftrag, denn wie der Name es schon verrät, geht es eben um einen solchen einen „Zeitkurier“. James zählt zu den mittlere ältesten, obwohl er gerade mal etwas mehr als zehn Jahre dabei ist. Anscheinend ist dieser Job wirklich nichts für jeden, denn die Selbstmordrate bei den Chonauten liegt extrem hoch. Seine Aufgabe beinhaltet wichtige Artefakte aus der Vergangenheit zu bergen. Dafür müssen Zeit und Ort genau bekannt sein. Einmal dort hineingesprungen, ist dieser Zeitstrom für eine ganze Weile nicht mehr zu betreten. Auch sonst gilt es, mehr als Gesetz bei der Reise durch die Zeit zu beachten. Wenn man Fehler macht gibt es Verwerfungen, welche verehrende Auswirkungen haben können. Als Beispiel: du tötest jemand der einen Krieg überlebt hätte. Er hätte Kinder gehabt, doch diese gibt es jetzt nicht mehr. Es ändert sich alles bis zu diesem Punkt. Egal wie man es jetzt dreht, die ganze Welt könnte eine andere sein. Hier ist es jedoch nicht so, denn es scheint, dass es doch einen großen Strang der Zeit gibt von dem nur wenig abgewichen werden kann. So hätte man auch bei allen Möglichkeiten den zweiten oder wie hier auch den dritten Weltkrieg nicht verhindern können. James ist nach all den Einsätzen ordentlich müde und will am liebsten alles an den Nagel hängen, bis er bei einem seiner wichtigsten Aufträgen einen katastrophalen Fehler macht und jetzt als gesuchter Verbrecher sich durch seine Zeit schlagen muss. Eigentlich will ich gar nicht zu viel verraten, denn genau das macht Chu in seinem Roman schon Seite für Seite. Mit einem spannenden Mix aus Action und passender Geschichte hält er für seinen Helden tiefe Sympathie parat. Alle anderen erfüllen ebenfalls gekonnt ihre Rolle, nur Grace nervt ein wenig, ihr werdet dann schon wissen wieso und warum. Interessant finde ich Chus Ideen für die Zukunft. Eine tote ausgebeutete Erde, auf der das Leben fast nicht mehr existiert. Die Meere sind mit einer meterdicken Deckschicht bedeckt, die Sonne lässt sich kaum blicken und die Luft kann man kaum atmen. Der 3. Weltkrieg verwüstete das Land und die Erde als Heimat ist längst verlassen. Wir befinden uns weit in unserem Sonnensystem verbreitet. Technisch hoch entwickelt, fehlt uns nur eins - Energie und Ressourcen, welche seit Jahren aus der Vergangenheit geplündert werden. Ich habe mich dennoch gefragt, warum James am Ende nicht doch die Zeit richtig ändert, denn das was übrig von uns ist, wird nicht mehr lange leben, egal wie viel wir davon noch retten könnten. Fazit: Wesley Chu lädt uns zu einem interessanten und spannenden Thriller durch die Zeit ein. Ein schön durchdachter Roman, mit einem glaubhaften Helden und im Vordergrund immer die Zukunft unserer Erde. Viele interessante Ansätze in neue Technologien und bei manchen Kampf stellt man sich direkt vor man sei dabei. Selbst wenn das Ende doch etwas enttäuscht, bleibt das Gesamtbild positiv. Matthias Göbel Autor: Wesley Chu Paperback: 496 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 14.08.2017 ISBN: 978-3-453-31733-8
  5. Captain, oder besser gesagt Admiral Archer ist zurück mit einer Geschichte weit vor Kirk und noch weiter vor Picard. Doch was diese frühen Helden schon alles erleben, ist wirklich beeindruckend. Neben Archer, welcher nur noch politisch eingreifen muss, gibt es alle anderen bekannten Figuren der Serie, welche sich wieder ordentlich ins Zeug legen, um uns doch noch von ihrem Können zu überzeugen. Da haben wir z.B. Reed, welcher dank seines alten Captains befördert wird und sich mit seinem eigenen Schiff auf eine Entdeckungsreise begibt. T´Pol hingegen ist Captain der Enterprise und kann zumindest Dr. Phlox und Sato bei sich behalten. Sie untersuchen unter anderem geheimnisvolle Angriffe auf Schiffe und Außenposten. Keiner weiß wer diese Angreifer sind.. Doch damit nicht genug, es gibt noch eine dritte Geschichte. Diese handelt ausschließlich von Politik und die Erkenntnis, dass man manchmal weniger bekommt, aber am Ende mehr erreicht. Die Einzelstorys laufen am Ende zwar nicht zusammen, haben aber einen doch recht gleichen Tenor, denn es soll der Kampf so gut es geht vermieden werden, vielmehr Wissenschaft und Kommunikation stehen im Vordergrund. Was dem Roman in Summe auch recht gut steht, abgesehen von kleineren Kampfeinlagen. Dabei geht es gegen ein Volk welches nur die „Stummen“ genannt wird. Hier helfen, eher nicht überraschend, die außergewöhnlichen vulkanischen Fähigkeiten einer Gedankenverschmelzung. Ach ja, wir haben auch noch unseren Spion bei Sektion 31. Trip ist ganz der Alte und gelangt an Informationen, welche sonst keiner hätte organisieren können. Das sich diesmal nicht alle zur selben Zeit und am selben Ort befinden, macht die Sache auf der einen Seite umfangreich, aber auf der anderen zerreißt man damit auch manch frisch aufgebaute Spannung. Da haben wir zum einen Archer und Trip, wie sie zusammen einige herausfinden, doch plötzlich landet man wieder bei Reed und muss miterleben wie er mit seiner Besatzung fast das zeitliche segnet. Bereitet euch also darauf vor, viel hin und her zu springen. Immerhin sind die Absätze schön kurz gehalten und man kommt nie wirklich aus dem Lesefluss, nur schade dass man über manch neues Volk oder Wesen so wenig erfährt. Was mir an dieser Enterprise schon immer gefallen hat waren zum Teil die unbekannten, aber für Fans, alten Gesichter. Planeten, Namen, Völker oder Technik, alles kennt man und lernt es doch gerade erst kennen. Die staunenden Augen, wenn man plötzlich schneller als mit Warp 5 fliegen kann oder das ein Transporter vielleicht doch nicht die beste Möglichkeit ist zu reisen, all das findet noch einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel statt. Das die Föderation nur mit Frieden Stärke beweisen kann, ist nach dem gerade erst gewonnenen romulanischen Krieg logisch, auch dass die Völker sich erst richtig kennen lernen müssen und nur zusammen ans Ziel kommen ist ebenfalls nur verständlich, aber warum haben wir Menschen das nicht schon früher auf unserer eigenen Erde erkannt? Fazit: Star Trek - Enterprise, schön dass es dich wieder gibt und ich freue mich mehr von dir und deiner Mannschaft zu erfahren. Ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt, ein waches Auge auf fremde Welten, neue Lebensformen und selbst wenn sie noch so unwirklich erscheinen, begegne ihnen mit Ehrfurcht und Frieden. Christopher L. Bennett schenkt uns einen kleinen Einblick in eine Zeit, bevor man sich auf die Stärke der Föderation verlassen konnte und zeigt wie schon damals Intrigen und Machtspielchen an der Tagesordnung waren, um das Kartenhaus zusammenfallen zu lassen. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Taschenbuch: 380 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.05.2017 ISBN: 978-3-95981-188-0
  6. Die Invasion

    Ein UFO über Iowa? Kann das wirklich wahr sein? Genau aus diesem Grund begeben sich drei Agenten in diese Region, um herauszufinden was es damit auf sich hat. Sam und Mary und ihr Vorgesetzter, welcher nur „Der Alte“ genannt wird, bekommen ein mehr als wackeliges Täuschungsmanöver vorgespielt, dass sie schnell durchschauen und weitersuchen. Am Ende finden sie schließlich ganz in der Nähe den Beweis, dass Aliens nicht nur gelandet sind, sondern die Kontrolle über die Menschen ergriffen haben. Diese Wesen sind nicht friedlich und ihr Ziel die Eroberung der Erde nimmt fortan ihren Lauf. Da der Alte beste Kontakte zum Präsidenten hat, ist der erste Weg schon vorprogrammiert. Doch dieser hält nichts von diesem Geschwätz und ohne Beweise geht es gar nicht erst das Risiko ein, die Bevölkerung unruhig zu machen. Da müssen sich die Agenten eben etwas einfallen lassen. Mit Übertragungsgeräten versuchen sie einen der befallenen Menschen zu filmen, was mehr als Katastrophe endet, aber die Beweise sprechen für sich. Wir erleben jetzt wie es Sam ergeht, denn er gerät in die Finger dieser Aliens und er führt viele ihrer gewünschten Taten aus. Das dabei mehr als ein Mord passiert, kann man sich auch vorstellen. Dennoch verfeinert sich der Kampf und Sam schafft es, dank des Alten, wieder frei zu kommen. Anfänglich sind sie recht gut zu erkennen, da sie sich anscheint nur am Nacken ihrer Opfer festsetzen, doch später finden die Wissenschaftler viele interessante neue Dinge über die Invasoren heraus. Enttäuscht war ich allerdings von der Lösung die zum Sieg führen sollte. Da steckt wirklich nicht die tiefe Detailarbeit dahinter, welche sonst in diesem Buch Vorrang hatte. Ein weiterer Fakt welcher sich nicht ganz erschließt ist die zaghafte Verbreitung der Aliens. Am Ende sind nur einige kleine Teile der USA besetzt und andere nicht. Sicherlich gab es Vorkehrungen, aber nachdem auch Tiere befallen waren hätte innerhalb von ein paar Wochen alles durch sein müssen. Interessant finde ich allerdings den Hintergrund zu dem Buch, denn es ist eine Wiederveröffentlichung auf dem Jahr 1951. Damit ist auf die Vorstellungskraft des Autors zu achten, denn er vermischt viele aktuelle Themen, wie etwa den Kalten Krieg gegen Russland, mit seinen Ideen für die Zukunft, wie etwa Strahlenpistolen, Telefone hinter dem Ohr oder sogar Kolonien auf andere Planeten. Ich war schon zeitweise sehr überrascht wie er sich all das Kommende so vorstellt und manches könnte wirklich nützlich sein. Eine weitere kleine Tatsache ist die Ähnlichkeit zu Akte X, denn Sam und Mary könnten auch glatt Scully und Mulder heißen. Fazit: Wer gern eine Geschichte, um schleimige Invasoren aus dem Weltall lesen mag, findet hier ein Paradebeispiel für gute Sci-Fi aus den 50ger Jahren. Die Dialoge sind knapp und die Story in Form eines Berichtes gut zusammengefasst. Hier und da ein paar kleine Widersprüche, dafür aber mit etwas Liebe und Action versüßt. Für damalige Verhältnisse sicher ein schockierendes Buch und selbst heute hat es einen gewissen Charme. Matthias Göbel Autor: Robert A. Heinlein Taschenbuch: 416 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.03.2017 ISBN: 978-3-453-31742-0
  7. Der Übungseffekt

    Wer hätte gedacht, dass man Physik auch mal völlig anders erleben kann und damit ein ganzes Abenteuer? Genau das passiert Physiker Dennis Nuel. Wir befinden uns in einer nicht all zu fernen Zukunft. Irgendwann haben sich einige Wissenschaftler zusammengetan und das sogenannte Zievatron entwickelt. Damit ist es möglich durch Raum und Zeit zu reisen – so zumindest die Theorie. Nachdem man aber auf der anderen Seite keine Meldung mehr bekommt, muss jemand hindurch und nachschauen was dort drüben passiert ist. Dennis nimmt sich dieser Aufgabe an und ist somit der erste Mensch auf einem völlig fremden Planeten. Mit Überlebensrationen ausgestattet und genug Material ein neues Zievatron auf der anderen Seite aufzubauen bricht er auf. Ohne große Überraschung stellt er fest, dass diese andere Welt gar nicht so anders ist als unsere. Landschaft, Pflanzenwelt und Wetter gleicht der Erde und selbst wenn die Tierwelt etwas anders ausschaut, haben sie immer noch gleiche uns bekannte Optik und Eigenschaften. Doch darum ging es gar nicht. Was ist hier passiert? Warum wurde das Portal zerstört? Ab jetzt bekommt die Geschichte eine bereits oft erzählte Art und Weise verpasst. Dennis erkennt das hier Menschen leben. Auf einer primitiven Stufe, etwa mit dem Mittelalter zu vergleichen. Genau diese haben anscheint das Tor zerlegt, da hier Metall extrem selten zu sein scheint. Natürlich wird er irgendwann entdeckt und eine endlos lange Flucht nimmt ihren Lauf. Er gerät dabei in Gefangenschaft, bricht wieder aus und das gleich beginnt immer wieder von vorn. Er lernt dabei viele Charaktere kennen. Einige bleiben bis zum Schluss und andere eben nicht. Selbst eine Prinzessin ist dabei. Und welcher Held bekommt sie wohl am Ende? Wie dem auch sei, dass Buch trägt nicht umsonst diesen seltsamen Namen, denn der Übungseffekt ist nicht anderes als umgekehrte Physik. Wo sich in unserer Welt durch Benutzung von Geräten und Gegenständen alles abnutzt und schlechter wird, ist es hier genau andersherum. Alles wird besser oder hochwertiger. Als Beispiel: Kleidung wird mit groben Gewebe hergestellt und durch das tragen wird sie immer feiner und besser oder eine Axt welche erst grob wie aus der Steinzeit ausschaut, wird nach und nach scharf und zu einer mächtigen Waffe bei ständiger Übung. Genau das macht den Reiz des Buches aus. Immer wieder stellt man sich diese seltsame Welt vor. Warum jedoch aus einem einfachen angebundenen Stock ein Propeller wird oder aus einer fahrenden Kiste ein Auto... egal, vielleicht sollte man nicht immer alles hinterfragen, denn allein die Grundidee wird euch zum Grübeln anregen. Fazit: David Brin erreicht mit seinem Übungseffekt einen Überraschungseffekt. Inhaltlich erreicht er mit seiner überaus interessanten Idee einen netten Lesespaß, welcher nur von der doch recht durchsichtigen Geschichte getrübt wird. Ein zukünftiger Mensch in einer alten Welt, welcher mit seinem Wissen wie ein Zauberer angesehen wird. Von einer Flucht wird er in die nächste getrieben und so mutiert der einfache Physiker Dennis am Ende doch noch zu einem Prinzen. Matthias Göbel Autor: David Brin Taschenbuch: 432 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 14.11.2016 ISBN: 978-3-453-31817-5
  8. Ich habe mir schon vor einigen Roman-Ausgaben gewünscht, dass die Enterprise endlich wieder das macht wofür sie geschaffen wurde – Forschen und Abenteuer erleben und genau das bekommen wir hier. Captain Jean-Luc Picard erforscht einen Teil des Weltalls, welcher vor vielen Jahren nur mit einer Sonde untersucht wurde. Damals wurde festgestellt, dass es hier Anzeichen für intelligentes Leben gibt. Für Picard ein perfekter Start für seine aktuelle Forschungsreise. Doch schon auf dem Weg zu einen der beiden bewohnten Planeten, fällt der Crew ein riesiges Raumschiff ins Auge. Monströs und ohne ein Anzeichen das es aktiv im Raum seine Bahnen zieht, steht das erste Rätsel vor ihren Augen. Schon jetzt habe ich mich gefreut und es sollte genauso weitergehen. Denn auf dem Schiff ist alles seltsam, die Materialien, die Steuerung und zu guter Letzt auch noch Zeitreisen. Richtig gehört, es geht mal wieder um die Manipulation der Zeit. Doch wie und warum, dass wird alles erst später geklärt. Als erstes geht es um die an Bord befindlichen Mitglieder der Crew, welche sich im Kälteschlaf befinden und geweckt werden müssen. Wobei nur noch zwei davon überlebt haben und das automatische System dazu ausgefallen ist. Nicht lange lässt dann auch Besuch auf sich warten und schon befindet sich Picard in einer prekären Lage. Das Schiff gehört den Gegnern der Rasse, welche als erste die Enterprise entdecken und keinen verwundert es, dass sie das Schiff als Kriegsbeute festhalten wollen. Die „Pfeil des Schicksals“, so der Name des Schiffes, wird nach und nach erforscht und unfassbare Daten werden herausgefunden. Der Plan welcher dem Schiff zu Grunde liegt ist erschreckend und wenn er in die Tat umgesetzt würde, wird es Generationen von Leben verändern. Es muss am Ende nicht nur auf politischer Ebene gekämpft werden. Mehr als eine Schlacht steht auch der Enterprise selbst bevor. Vielleicht liegt es an der Crew, an Picard, Worf und alle anderen alten Charaktere, aber ich habe mich wirklich schnell in die Geschichte eingelesen. Dayton Ward benutzt auf seine ganz eigene Weise die typischen Eigenschaften der Figuren und mischt sie gekonnt mit allen aktuellen Gegebenheiten. Sehr professionell bindet der Autor die Geschehnisse der letzten Jahre im Star Trek Universum mit ein, so dass auch Neueinsteiger noch einmal einen schönen Querschnitt bekommen. Die Wendungen am Ende und die immer wiederkehrenden Momente der Überraschungen heben den Schluss noch einmal besonders gut hervor. Sicherlich erfindet er die grundlegenden Ideen nicht neu und die Paradoxen einer Zeitreise sind immer Gesprächsstoff für Diskussionen, aber warum nicht auch die anderen mal reisen lassen, wenn man es selbst schon mehr als einmal getan hat?! Fazit: Ganz genau das was ich haben will!!! Spannung, Enterprise, fremde Welten und Fantasie. Nach all den Kriegen und Auseinandersetzungen wurde es wirklich Zeit, dass die Crew etwas Neues erlebt und Dayton Ward trifft meiner Meinung nach den Nagel voll auf den Kopf. Eine schöne Geschichte mit allem was man als Star Trek Fan haben möchte. Wenn es jetzt so weitergeht, dann werden kommende Roman der Next Generation wieder ein absolutes Pflichtprogramm. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Taschenbuch: 426 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 06.06.2017 ISBN: 978-3-95981-184-2
  9. SQUIDS: Aus der Tiefe des Alls

    Die Erde, immer noch ein spannender Planet und was man hier alles entdecken kann... Astrophysiker Doktor Jake Dexter Forrester befindet sich auf einer Mission mitten in Grönland, als er plötzlich am Rand eines Eisbergs verschollen geht. Er wacht in einem dunklen Zimmer auf und weiß nicht wo er ist. Bis hier hin liest sich alles spannend und überraschend flott. Nach und nach erfahren wir, dass er sich in einem Raumschiff befindet. Jake will wissen was los ist, bekommt aber nirgendwo Antworten. Später kommt er sogar auf einen fremden Planeten und es scheint das Paradies zu sein. Essen entsteht auf Wunsch, Frauen so viel man will und das bisschen, was man arbeiten soll, erledigt sich fast von allein. Doch Jake ist anders, er will wieder zurück zur Erde und schon ist er ein Problem. Er ist der einzige der sich gegen diese Welt stemmt und erfährt dabei fast nebenläufig, was wirklich im Hintergrund gespielt wird. Die Menschen werden überwacht und im Endeffekt eingesperrt, beobachtet und nur wegen der Arbeit die sie leisten wie Tiere gehalten. Selbst verliebt sich Jake in ein junges Mädchen, welches er immer wieder verliert, wiederfindet und verliert usw... Die Reise von Jake und seinem wirklich unglaublichen Abenteuer ist sicherlich wirklich nichts Neues in Sachen Science Fiction. Vielmehr nimmt sich Dan Aldan einiges zur Hand, was schon erzählt wurde und mischt es zu seiner eigenen Version zusammen. Das er Star Trek Fan ist, liest man auch deutlich, denn egal ob manch technische Lösung, siehe Traktorstrahl oder der Essenreplikator. Später geht er direkt ins nächste Jahrhundert, als Jake sich wünscht neben Picard im Raumschiff zu sitzen und seinen ersten Weltraumflug mitzuerleben. Bei den Aliens nimmt er sich eine uns nicht unbekannte Tierart zur Hand – die Squids (engl. für „Kalmar“). Einige Fragen bleiben jedoch sehr weit offen und ich bin einfach nicht dahinter gekommen. Zum einen warum brauchen diese Aliens wirklich die Menschen? Sie haben den Weltraum erforscht und können nicht selbst im Bergwerk arbeiten? Und warum benehmen sich die Kalmar genauso wie die Menschen in Sachen Politik oder Kindererziehung? Uvm. Ansonsten haben wir eine Wendung nach der anderen, denn Jake steht nicht still, was dem Roman wirklich gut tut. Er bewegt sich, sucht Lösungen und selbst manch Randfigur findet mehr als einmal neben dem Helden statt. Genau da hätte Aldan mehr machen können. Den Anfang etwas kürzer, den Mittelteil etwas stauchen und das Ende feiner ausgefeilt und wir hätten eine wirklich schöne Runde Sache auf dem Tisch. Ich musste mir unweigerlich die Aliens immer wie die aus den Simpsons vorstellen, keine Ahnung wieso, vielleicht waren all die Tentakeln und die blubbernde Sprache doch zu verführerisch sie in grün zu färben. Fazit: SQUIDS: Aus der Tiefe des Alls erweist sich für mich als Sci-Fi-Roman, welcher nicht perfekt ist, aber eine Sammlung an guten Ideen verbindet. Ein charismatischer Held, eine galaktisches bedrohliches Ereignis und eine Flucht die keine Ende zu nehmen scheint. Vielleicht war es nicht der letzte Auftritt von Doktor Jake Forrester und vielleicht gibt es mehr als diese intelligenten Tintenfischlebewesen in den weiten des Alls. Matthias Göbel Autor: Leo Aldan eBook: 502 Seiten Verlag: www.storyecke.de Sprache: DeutschErs Erscheinungsdatum: 06.06.2017
  10. Star Trek – Voyager 10: Erbsünde

    Admiral Kathryn Janeway ist zurück und befindet sich wieder mitten in dem Quadraten, den sie eigentlich nie wieder betreten wollte. Doch ihre Neugier und zum Ende hin, auch ihre Vergangenheit führt sie immer wieder zurück. Die in dem letzten Roman kennengelernte Spezies "Die Konföderation der Welten" sind an Verhandlungen interessiert, so dass sie ein Teil der Föderation werden könnten. Doch zuvor müssen sie sich beweisen. Janeway schickt alle Mitglieder der Flotte zu unterschiedlichen Planeten, um auch wirklich ein gutes durchschnittliches Bild von diesem Volk zu bekommen. Das zieht sich dann schon mal ordentlich und man weiß nicht wirklich als Leser, worauf die Autorin eigentlich hinaus will. Eine weitere Geschichte ist der Sorgerechtsstreit zwischen Tom und B'Elannas Kind und der Mutter von Tom. Sie will beweisen, dass er als Vater völlig ungeeignet ist und dem Kind nur Gutes will. Wenn man als Leser die Anhörung so miterlebt, muss man sich unweigerlich die Frage stellen, warum kann seine Mutter nur? Was genau treibt sie an? Es wird zwar versucht auch das genau zu erklären, aber selbst das, ist meiner Meinung nach viel zu umfangreich ausgefallen und trifft bei weitem nicht den Punkt. Wenn man schon mehr als einmal betont, dass man als Mutter seinen Sohn liebt, warum dann all der Zank und Streit? Zu guter Letzt geht es dann auch noch um die Borgseuche, welche immer noch tausende Menschen dahinrafft. Die Sternenflotte ruft Seven von der Voyager zurück ins Hauptquartier. Hier kümmert sich eine Spezialabteilung um dieses Thema und sie kann mit ihren Forschungen und ihren eigenen Catomen vielleicht weiterhelfen. Außerdem trifft sie ihn wieder, Axum, ihre große erste Liebe aus der Unimatrix Zero. Schon wenige Augenblicke reichen allerdings dem Leser aus, dass er schnell feststellen kann, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Kirsten Beyer ist sicherlich nicht umsonst manch sehr umständliche Wege gegangen. Sie wollte mehr Verständnis für die Figuren finden und auch mehr ins private Leben dabei abtauchen. Hin und wieder trifft sie dabei sogar gut den Punkt, aber manchmal ist es doch etwas zu viel des Guten. Das sich Janeway am Ende ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss, finde ich passend und greift viele Fragen der Fans auf, welche es schon seit der ersten Folge gab. Manch Entscheidung hätte sie damals sicherlich anders lösen können und nicht alles zu oft im Kampf enden lassen sollen. Da sie nicht nur eine zweite Chance für ihr Leben bekommen hat, scheint sie jetzt die Chance zu haben, einiges an Fehler noch einmal geraderücken zu können. Fazit: Egal was du in der Zukunft alles erleben wirst, räume immer gut in deiner Vergangenheit auf. Nach diesem Motto nimmt sich Kirsten Beyer das neue Abenteuer für Janeway und den restlichen Mitglieder der Voyager vor. Es wird viel debattiert, beobachtet, geforscht, diskutiert und natürlich auch ein klein wenig gekämpft. Fans werden viele alte Gesichter wiedererkennen und manch neues Geheimnis wird gelüftet. Mit Spannung geht dieser Roman sehr ungewiss zu ende, was hoffen lässt, dass die nächste Ausgabe genau dort weitergeht und wieder mehr Fahrt aufnimmt. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 510 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.04.2017 ISBN: 978-3-95981-204-7
  11. Kolonie

    Ein fremder Planet und ein neuer Anfang für uns als Menschen? Schön wäre es gewesen, aber irgendwie ist dann doch alles anders gekommen. Nach etwa einhundert Jahren im Kälteschlaf, kam dass Kolonieschiff auf dem Planeten Corazon an. Mittlerweile sind dreißig Jahren vergangen, doch was sich bis dato abgespielt hat, klingt nicht nach einer gelungenen Besiedlung. Selbst die fortschrittlichste Technik konnte die Menschen nicht davor retten sich selbst wieder den Gar auszumachen. Zum einen haben sie gegen ihre Kinder eine Quarantäne erhoben. Nicht verwunderlich, denn sie haben nach ihrer Geburt plötzlich seltsame Extraorgane entwickelt. Bei einigen deutlich sichtbar und bei anderen eher weniger. Doch damit nicht genug, denn irgendwann haben auch die Maschinen rebelliert und haben sich auf den Weg gemacht, um eine eigne Stadt zu gründen. Deshalb sind die alten Kolonisten immer auf der Hut wenn ein Roboter sich der Siedlung nähert. An sich würde das alles schon ausreichen, um eine vernünftige Geschichte zu erzählen, doch Stöbe geht noch weiter. Denn nach all den Jahren scheint sich die Erde doch noch für diese Welt zu interessieren und eine neue Expedition trifft nach langer Reise auf diesem Planeten ein. Dabei entstehen unweigerlich Spannungen, welche später zu der Action führt, welche unausweichlich kommen musste. Ich bin mir nicht sicher warum der Autor derart viele Figuren versucht hat in den Roman unterzubringen. Genau dieser Punkt führt dazu, dass man sich kaum auf irgendjemand wirklich konzentrieren kann. Man lernt weder die Kinder, die Kolonisten, die Bots oder die Neuankömmlinge wirklich gut kennen. Der Verlauf der Geschichte scheint auch irgendwie sehr zerstückelt und findet zwar am Ende noch einmal eine Auflösung, welche aber meiner Meinung den Rest des Romans definitiv nicht rettet und auch an sich nichts Neues aus der Sciencefiction ist. Immerhin bedient sich der Autor bei einigen heutzutage schon möglichen Ideen. Da haben wir zum einen die Drucker, welche in der Zukunft ähnlich wie heute mit der richtigen Vorlage komplexe Gegenstände produzieren, welche man am Ende nur noch zusammenfassen muss. Das gleiche gilt für all die Roboter mit ihren Teleskoparmen oder den rollenden Untersätzen. Die Black Box fand ich besonders interessant und hätte für mich als einziges Rätsel völlig ausgereicht. Denn Geheimnisse, welche über die Jahre verloren gehen, gibt es vielmehr als wir selbst mitbekommen. Vielleicht ist das Ende des Buches dann doch die Chance, welche vor mehr als 100 Jahren ihren Start genommen hat. Fazit: Manchmal ist weniger wahrlich viel mehr. Norbert Stöbe findet sich in seinem Roman an vielen Stellen gut zurecht, konzentriert sich aber zu wenig auf die Figuren, so dass man als Leser kaum eine Bindung finden oder aufrecht halten kann. Das Setting selbst ist Stimmig und auch manch Idee zum Planeten und dessen Eigenart bringt Spannung und Interesse. Dennoch kommt er oft ab vom Weg und erzählt Einzelgeschichten, welche nicht zwingend ineinanderfließen. Matthias Göbel Autor: Norbert Stöbe Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.02.2017 ISBN: 978-3-453-31800-7
  12. Dark Space – Der Ursprung

    Gar nicht mal so lange her und ich habe über den Vorgänger schon Lobeshymnen übrig gehabt und jetzt haben wir den dritten Teil der Dark Space Saga auf dem Markt. Ich gebe zu, dass ich mich wirklich sehr auf die Fortsetzung gefreut habe und vorab – ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Kommen wir erst einmal zu Geschichte. Ethan und sein Sohn Atton sitzen im Gefängnis und ihnen steht ein Prozess wegen Hochverrats bevor. Jedoch wird Ethan nicht geglaubt, vielmehr will man die Wahrheit aus ihm heraus prügeln, denn immer noch sitzt ein Gangsterboss auf der Valiant am Steuer. Indessen geht der Krieg gegen die Sythianer weiter und Admiral Hoff Heston führt ihn als aktueller Oberbefehlshaber der restlichen Flotte an. Die Gor, eine von den Sythianern als Sklaven eingesetzte Rasse, scheinen sich den Menschen anschließen zu wollen, aber Hoff kann ihnen einfach nicht trauen. Warum jetzt und was führen sie wirklich im Schilde? Er selbst hat einen der ersten Sythianer die man je erblickt hat in seinen Fingern und will von ihm alles wissen, was man aus ihm herausholen kann. Viel ist es nicht, aber immerhin findet er Ansätze, welche schon zu Vermutungen führen. Ansonsten wird auch noch die Geschichte von Destra Ortane, der verschollenen Ehefrau von Ethan erzählt. Sie landete auf einem unwirklichen Planeten und konnte nur mit letzter Kraft diese Zeit überleben. Wie das Schicksal es will, führt es die beiden, oder besser gesagt all drei, wieder zusammen. Es ist schon erstaunlich, wie punktgenau Jasper T. Scott hier seine Geschichte getroffen hat Im Verlauf erfahren wir noch viel mehr und auf fast keiner Seite gerät man ins Stocken. Eine wunderbare Geschichte entfaltet sich vor den Augen der Leser. Alles ergibt einen in sich geschlossenen Sinn und mit all der mitgebrachten Fantasie, fühlt man sich bei einigen der Gefechten mittendrin. Wo wir gerade davon sprechen, es wird mehr als eine Passage geben, in der es um Raumkämpfe oder Action Mann gegen Mann geht. Alle Beteiligten sitzen dabei immer am Hebel der Story und bewegen sich bis zum Schluss schön geradlinig auf das Ziel zu. Da ich euch nicht vielmehr von der Geschichte verraten will, komme ich einfach auf ein paar andere Seiten des Romans. Jasper T. Scott bedient sich bei seiner Vorstellung über die Zukunft der Menschen zwar einigen uns bereits bekannten Ideen, hat aber immer noch genug einige Elemente, um den Geist fließen zu lassen. Die Auflösung am Ende ist für mich eine der brillantesten welche ich in den letzten Jahren gelesen habe und ich kann mir vorstellen, dass dieses Ende der Menschheit eines Tages wirklich wahr werden könnte. Der Sinn des Lebens, Unsterblichkeit, fremdes Leben, unwirkliche Welten und vieles mehr. Alles gepaart mit passenden Charakteren und einer mit viel Spannung erzählten Geschichte. Fazit: Jasper T. Scott - mögen die Lorbeeren für diesen Roman dich weiterhin beflügeln, denn was du mit Dark Space geschaffen hast, wird auch in Zukunft als Klassiker der Sci-Fi-Litereatur gehandelt werden. Spannung, unfassbar greifbare und liebevoll ausgeschmückte Charaktere und ein Ende, welches jeden der es gelesen hat, zum nachdenken anregen wird. Ich lege euch dringend diese Romanreihe ans Herz, denn mehr kann man sich als Fan dieses Genres nicht wünschen. Matthias Göbel Autor: Jasper T. Scott Klappenbroschur: 480 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 20.03.2017 ISBN: 978-3-492-70408-3
  13. ...und ich hatte mich schon gefragt, ob es mit Deep Space Nine irgendwann einmal weitergeht. Una McCormack hat sich nun endlich der Figuren wieder angenommen und präsentiert uns die fortlaufende Geschichte nach „The Fall“. Alles fängt mit der Idee von Doktor Katherine Pulaski an. Sie schließt sich einer Forschungsmission an, welche wieder zu den Wurzeln der Sternenflotte zurückgeht – Die Erforschung des Alls und des Unbekannten. Dabei soll das Schiff vor allem viele verschiedene Völker beherbergen, so dass man zusammen lernt und lebt und sich dabei kennenlernt. Doch schon bei dieser Idee scheint es schon Schwierigkeiten zu geben, denn ein Sternenflotten-Geheimdienst-Offizier meldet sich mit einer Tzenkethi und will mit an Bord. Captain Ro Laren hat derzeit ein paar andere Probleme, denn eine außerirdische Rasse nimmt DS9 in Besitz. Das Volk der Himmelsweite ist friedlich, schert sich wenig um Regeln und all die vielen Kinder an Bord bringen ordentlich Gewusel auf die Station. Doktor Beverly Crusher hat derzeit das Sagen auf der Krankenstation und auch sie findet die Kinder zwar unterhaltsam, nur erinnert es sie an ihren eigenen Sohn. Das Schiff mit Dr. Pulaski bricht schlussendlich doch auf und trifft überraschender Weise schnell auf einen Erstkontakt. Nichtsahnend, dass dieses Volk noch für die Lösung manch anderer Probleme auf DS9 notwendig ist. Auch Odo kehrt aus seiner Einsiedelei zurück und will sich um einen ganz besonderen Fall kümmern, Im Krieg zwischen Romulaner und Cardassianer gab es einige Gefangene, welche bis heute, 10 Jahre danach, immer noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Was ist aus ihnen geworden? Leben sie noch? Genau das führt zur nächsten kleinen Krise, welche gemeistert werden muss. Da die Geschichte einen doch schönen roten Faden hat und man mit manch kleiner Überraschung erst das Gesamtbild zu sehen bekommt, muss man sich als Leser schon ordentlich gedulden und wird dabei nicht enttäuscht. Jeder unser alten Helden bricht nicht aus seinem Rahmen und verhält sich wie gewohnt. Selbst Quark darf seine uns bekannte Schlitzohrigkeit wieder zur schau stellen. Überrascht war ich, dass Miles O'Brien immer noch auf der Station ist , aber einer muss sich ja um die neue Technik kümmern. Garak als neues Oberhaupt von Cardassia muss sich politischen Auseinandersetzungen stellen und der Zwist zwischen Pulaski und Crusher wird auch auf eine neue Ebene gehoben. Das Denken und Fühlen von Flüchtlingen wird hier ebenfalls deutlich unter die Lupe genommen. Ich muss gestehen, dass ich selten so viel Themen, auf im Endeffekt doch so wenig Seiten gefunden habe. Fazit: Eine Mischung aus Krimi, ethnischen und politischen Debatten, sowie Spannung und auch etwas zum Lachen wartet hier auf euch. Deep Space Nine hat schon immer als Schmelzpunkt für Völker und Verständigung funktioniert und auch diesmal führen die Charaktere der Serie zu einer Lösung, welche manch Politiker nicht hinbekommen hätten. Ich freue mich das Odo zurück ist und das es endlich neue Geschichten geben wird, in den es mal ausnahmsweise nicht um Krieg und Tod geht. Matthias Göbel Autor: Una McCormack Taschenbuch: 287 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.01.2017 ISBN: 978-3-95981-174-3
  14. Feuer der Leere

    Robert Corvus präsentiert uns eine wahrlich düstere Zukunft. Die Menschen haben ihre geliebte Erde vor vielen Jahren bereits verloren. Schuld ist eine außerirdische Rasse - die „Giat“. Selbst ähneln sie mehr Insekten und von den Menschen werden sie auch Giftatmer genannt, da sie eine methanhaltige Luft zum Leben benötigen. Seither leben die Menschen nur noch auf Raumschiffen und suchen eine neue Heimat. Doch kommen wir erst einmal zu Geschichte. Rila ist Kampfpilotin und auf den ersten Seiten können wir sie bei einem mächtigen Angriff gegen die Gitas begleiten. Später lernen wir ihren Bruder Starn kennen. Er war früher auch beim Militär, hat sich aber jetzt mehr der planetaren Ernte gewidmet. Alle Schiffe der Menschen sind sehr unterschiedlich. Besonders die SQUID. Ein außerirdisches und zum Teil organisches riesiges krakenähnliches Wesen, genannt Mutter, welches die Menschen bei sich wohnen lässt und mit ihnen telepathisch kommuniziert. Hier lebt Ugròn, ein Anwärter, welcher immer mehr zum Liebling von Mutter mutiert. Er muss mehr als eine Prüfung überleben und dabei verändert sich nicht nur seine Beziehung zum Schiff/Mutter, sondern auch er sich selbst. Die Flotte der Menschen findet auf ihrer Reise einen bewohnten Planten. Die hier lebenden Wesen sind freundlich und an Handel interessiert. Welch ein Glück und doch scheint dieser Planet noch ein weiteres Geheimnis zu besitzen, welches erst zum Ende hin aufgelöst wird. Der Verlauf der Geschichte nimmt immer wieder kleine Wendungen, damit man genauer kennenlernt, wie die Menschen jetzt leben müssen, was damals alles geschah und warum sie sind wie sie jetzt sind. Das Leben, wie das Essen gewonnen wird, das Schweben im Raum, die Aufzucht der Kinder in Brutkästen, der Antrieb der Schiffe und vieles mehr. Corvus hat sich schon sehr genau überlegt wie er uns die Zukunft präsentiert und fand dabei einige interessante Ansätze. Irgendwann Treffen alle drei Hauptfiguren auch zusammen, was unweigerlich auf dem Planeten passieren muss, welcher sich vielleicht doch als die Rettung der restlichen Menschheit entpuppt. Wenn man jedoch genau hinhört, scheinen wir hier eben nur einen kleinen Teil der Menschen zu begleiten, welche sich in dem bekannten All befinden. Genau das macht die Geschichte eben nicht ganz greifbar. Alles in allem bekommt man Seite für Seite ganz kleine Häppchen und löst dabei das eigentliche Geheimnis. Leider finde ich persönlich das Ende dann doch eher zu ernüchternd, dass ich wirklich satt geworden wäre. Viele Fragen bleiben offen, der Kampf gegen die Giats wird nur unterbrochen, aber nicht gewonnen und der Planet ist eben keine zweite Erde. Warum all die Wirren zwischendurch? Robert Corvus konzentriert sich eben sehr auf seine Figuren und lässt sie in keiner Seite außer acht. Ein Grund um eben doch dran zu bleiben und mitzufühlen, nachzudenken und mitzuerleben. Keine Reise ist je zu Ende und ich wünsche den Menschen in diesem Fall, dass sie endlich eine neue Heimat finden, verdient haben sie es sich. Fazit: Egal wie sich die Zukunft für uns gestalten wird, Robert Corvus gibt uns eine zweite Chance im All zu überleben und die Möglichkeit vielleicht doch ein neues Zuhause zu finden. Liebe findet hier genauso ihren Platz wie heftige Weltraumschlachten. Der Kampf um das Überleben der Menschheit ist allgegenwärtig, dennoch findet man als Leser auch genug Licht und Wärme. Mit detailverliebten Figuren schreibt er die Geschichte gelungen zu Ende, nur die ganz große Überraschung fehlt irgendwie. Matthias Göbel Autor: Robert Corvus Klappenbroschur: 496 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 20.03.2017 ISBN: 978-3-492-70439-7
  15. Planet 86

    Journalisten sind immer auf der Suche nach der ultimativen Story, selbst wenn sie schon so berühmt und bekannt sind wie Lex Falk. Aktuell befindet er sich auf dem Planeten 86. Eine Welt, weit weg von der Heimatwelt und doch scheint hier irgendetwas nicht zu stimmen. Seine ersten Recherchen verlaufen ziemlich schnell im Sand. Es gibt irgendwo Rebellen und ein Kampf, aber keiner weiß so wirklich um was es eigentlich geht. Leider ergeht es dem Leser ähnlich. Schon nach den ersten Seiten versucht man herauszufinden auf welche Reise uns der Autor schicken will, aber vergebens, erst auf den letzten Seiten wird alles brav erklärt. Doch er wäre nicht der Reporter, der er ist, wenn er nicht doch etwas findet. Mit den ihm öffentlich vorgeführten Tatsachen gibt er sich nicht zufrieden und dank ein paar Kontaktpersonen und einer jungen aufstrebenden Journalistin, hat er endlich den Faden gefunden, der das Gesamtbild erklären soll. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat ein Gerät erfunden, mit dem man sich in das Gehirn eines anderen versetzen kann. Man hört, sieht, riecht, schmeckt alles – einfach gesagt, man ist mitten drin. Lex begibt sich nun in den Tank, um sich mit dem Frontsoldaten zu verbinden. Anfänglich etwas unsicher, ist er nach den ersten Sekunden im Einsatz schon völlig dabei. Der Trupp gerät in einen Hinterhalt und einer nach dem anderen wird getötet. Jetzt kommt Dan Abnetts Erfahrung in Sachen Krieg zum Vorschein. Denn als Autor von Warhammer 40.000 hat er schon so manch Gemetzel miterlebt. Sehr blutig gerät der Einsatz nach und nach außer Kontrolle und als der Soldat, in dem Lex steckt auch noch am Kopf getroffen wird, scheint die Mission vorbei. Doch dem ist nicht so und Lex muss nun den Hirntoten Soldaten steuern und sein eigenes Leben und das der restlichen Teammitglieder retten. Klingt an sich doch recht spannend, aber irgendwie bleibt jede Wendung einfach zu vorhersehbar. Immer wieder geraten sie in ein Gefecht. Das eine mal mehr, dass andere mal weniger heftig. Über viele Seite hinweg erfahren wir viel zu wenig über die Hauptstory und ob jemand nun dem anderen ein Bein oder Kopf wegschießt, muss meiner Meinung nach auch nicht in jeder Einzelheit erklärt werden. Ich hatte wirklich gehofft, dass Abnett am Ende zumindest mit einer echten Überraschung aufwarten kann, doch auch diese bleibt eher nur ein Aha. Technisch wird immerhin eine recht realistische Zukunft erklärt, wobei dieser Roman auch in unserer Zeit hätte spielen können, da der Kampf um etwas Besonderes, Einmaliges und Unglaubliches schon jetzt zum Krieg führen würde. Fazit: Du warst schon immer fasziniert von Krieg und Soldatentum? Dann bist du hier genau richtig. Dan Abnett verpackt sein Roman mit harter Action, versucht ein Geheimnis zu lüften und spielt mit seinen Charakteren wie Generäle mit ihren Kämpfern. Wirklich Neu erfindet er dabei leider zu wenig und Spannung hat auch nicht immer was mit Action zu tun. Dennoch bin ich mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden wird. Matthias Göbel Autor: Dan Abnett Taschenbuch: 432 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 09.11.2011 ISBN: 978-3-453-52913-7
×