einz1975

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Über einz1975

  • Geburtstag 02.08.1975

Basis-Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
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    Berlin

Detail-Informationen

  • Vorname
    Matthias
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    Göbel
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  1. Ich habe mir schon vor einigen Roman-Ausgaben gewünscht, dass die Enterprise endlich wieder das macht wofür sie geschaffen wurde – Forschen und Abenteuer erleben und genau das bekommen wir hier. Captain Jean-Luc Picard erforscht einen Teil des Weltalls, welcher vor vielen Jahren nur mit einer Sonde untersucht wurde. Damals wurde festgestellt, dass es hier Anzeichen für intelligentes Leben gibt. Für Picard ein perfekter Start für seine aktuelle Forschungsreise. Doch schon auf dem Weg zu einen der beiden bewohnten Planeten, fällt der Crew ein riesiges Raumschiff ins Auge. Monströs und ohne ein Anzeichen das es aktiv im Raum seine Bahnen zieht, steht das erste Rätsel vor ihren Augen. Schon jetzt habe ich mich gefreut und es sollte genauso weitergehen. Denn auf dem Schiff ist alles seltsam, die Materialien, die Steuerung und zu guter Letzt auch noch Zeitreisen. Richtig gehört, es geht mal wieder um die Manipulation der Zeit. Doch wie und warum, dass wird alles erst später geklärt. Als erstes geht es um die an Bord befindlichen Mitglieder der Crew, welche sich im Kälteschlaf befinden und geweckt werden müssen. Wobei nur noch zwei davon überlebt haben und das automatische System dazu ausgefallen ist. Nicht lange lässt dann auch Besuch auf sich warten und schon befindet sich Picard in einer prekären Lage. Das Schiff gehört den Gegnern der Rasse, welche als erste die Enterprise entdecken und keinen verwundert es, dass sie das Schiff als Kriegsbeute festhalten wollen. Die „Pfeil des Schicksals“, so der Name des Schiffes, wird nach und nach erforscht und unfassbare Daten werden herausgefunden. Der Plan welcher dem Schiff zu Grunde liegt ist erschreckend und wenn er in die Tat umgesetzt würde, wird es Generationen von Leben verändern. Es muss am Ende nicht nur auf politischer Ebene gekämpft werden. Mehr als eine Schlacht steht auch der Enterprise selbst bevor. Vielleicht liegt es an der Crew, an Picard, Worf und alle anderen alten Charaktere, aber ich habe mich wirklich schnell in die Geschichte eingelesen. Dayton Ward benutzt auf seine ganz eigene Weise die typischen Eigenschaften der Figuren und mischt sie gekonnt mit allen aktuellen Gegebenheiten. Sehr professionell bindet der Autor die Geschehnisse der letzten Jahre im Star Trek Universum mit ein, so dass auch Neueinsteiger noch einmal einen schönen Querschnitt bekommen. Die Wendungen am Ende und die immer wiederkehrenden Momente der Überraschungen heben den Schluss noch einmal besonders gut hervor. Sicherlich erfindet er die grundlegenden Ideen nicht neu und die Paradoxen einer Zeitreise sind immer Gesprächsstoff für Diskussionen, aber warum nicht auch die anderen mal reisen lassen, wenn man es selbst schon mehr als einmal getan hat?! Fazit: Ganz genau das was ich haben will!!! Spannung, Enterprise, fremde Welten und Fantasie. Nach all den Kriegen und Auseinandersetzungen wurde es wirklich Zeit, dass die Crew etwas Neues erlebt und Dayton Ward trifft meiner Meinung nach den Nagel voll auf den Kopf. Eine schöne Geschichte mit allem was man als Star Trek Fan haben möchte. Wenn es jetzt so weitergeht, dann werden kommende Roman der Next Generation wieder ein absolutes Pflichtprogramm. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Taschenbuch: 426 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 06.06.2017 ISBN: 978-3-95981-184-2
  2. Die Erde, immer noch ein spannender Planet und was man hier alles entdecken kann... Astrophysiker Doktor Jake Dexter Forrester befindet sich auf einer Mission mitten in Grönland, als er plötzlich am Rand eines Eisbergs verschollen geht. Er wacht in einem dunklen Zimmer auf und weiß nicht wo er ist. Bis hier hin liest sich alles spannend und überraschend flott. Nach und nach erfahren wir, dass er sich in einem Raumschiff befindet. Jake will wissen was los ist, bekommt aber nirgendwo Antworten. Später kommt er sogar auf einen fremden Planeten und es scheint das Paradies zu sein. Essen entsteht auf Wunsch, Frauen so viel man will und das bisschen, was man arbeiten soll, erledigt sich fast von allein. Doch Jake ist anders, er will wieder zurück zur Erde und schon ist er ein Problem. Er ist der einzige der sich gegen diese Welt stemmt und erfährt dabei fast nebenläufig, was wirklich im Hintergrund gespielt wird. Die Menschen werden überwacht und im Endeffekt eingesperrt, beobachtet und nur wegen der Arbeit die sie leisten wie Tiere gehalten. Selbst verliebt sich Jake in ein junges Mädchen, welches er immer wieder verliert, wiederfindet und verliert usw... Die Reise von Jake und seinem wirklich unglaublichen Abenteuer ist sicherlich wirklich nichts Neues in Sachen Science Fiction. Vielmehr nimmt sich Dan Aldan einiges zur Hand, was schon erzählt wurde und mischt es zu seiner eigenen Version zusammen. Das er Star Trek Fan ist, liest man auch deutlich, denn egal ob manch technische Lösung, siehe Traktorstrahl oder der Essenreplikator. Später geht er direkt ins nächste Jahrhundert, als Jake sich wünscht neben Picard im Raumschiff zu sitzen und seinen ersten Weltraumflug mitzuerleben. Bei den Aliens nimmt er sich eine uns nicht unbekannte Tierart zur Hand – die Squids (engl. für „Kalmar“). Einige Fragen bleiben jedoch sehr weit offen und ich bin einfach nicht dahinter gekommen. Zum einen warum brauchen diese Aliens wirklich die Menschen? Sie haben den Weltraum erforscht und können nicht selbst im Bergwerk arbeiten? Und warum benehmen sich die Kalmar genauso wie die Menschen in Sachen Politik oder Kindererziehung? Uvm. Ansonsten haben wir eine Wendung nach der anderen, denn Jake steht nicht still, was dem Roman wirklich gut tut. Er bewegt sich, sucht Lösungen und selbst manch Randfigur findet mehr als einmal neben dem Helden statt. Genau da hätte Aldan mehr machen können. Den Anfang etwas kürzer, den Mittelteil etwas stauchen und das Ende feiner ausgefeilt und wir hätten eine wirklich schöne Runde Sache auf dem Tisch. Ich musste mir unweigerlich die Aliens immer wie die aus den Simpsons vorstellen, keine Ahnung wieso, vielleicht waren all die Tentakeln und die blubbernde Sprache doch zu verführerisch sie in grün zu färben. Fazit: SQUIDS: Aus der Tiefe des Alls erweist sich für mich als Sci-Fi-Roman, welcher nicht perfekt ist, aber eine Sammlung an guten Ideen verbindet. Ein charismatischer Held, eine galaktisches bedrohliches Ereignis und eine Flucht die keine Ende zu nehmen scheint. Vielleicht war es nicht der letzte Auftritt von Doktor Jake Forrester und vielleicht gibt es mehr als diese intelligenten Tintenfischlebewesen in den weiten des Alls. Matthias Göbel Autor: Leo Aldan eBook: 502 Seiten Verlag: www.storyecke.de Sprache: DeutschErs Erscheinungsdatum: 06.06.2017
  3. Admiral Kathryn Janeway ist zurück und befindet sich wieder mitten in dem Quadraten, den sie eigentlich nie wieder betreten wollte. Doch ihre Neugier und zum Ende hin, auch ihre Vergangenheit führt sie immer wieder zurück. Die in dem letzten Roman kennengelernte Spezies "Die Konföderation der Welten" sind an Verhandlungen interessiert, so dass sie ein Teil der Föderation werden könnten. Doch zuvor müssen sie sich beweisen. Janeway schickt alle Mitglieder der Flotte zu unterschiedlichen Planeten, um auch wirklich ein gutes durchschnittliches Bild von diesem Volk zu bekommen. Das zieht sich dann schon mal ordentlich und man weiß nicht wirklich als Leser, worauf die Autorin eigentlich hinaus will. Eine weitere Geschichte ist der Sorgerechtsstreit zwischen Tom und B'Elannas Kind und der Mutter von Tom. Sie will beweisen, dass er als Vater völlig ungeeignet ist und dem Kind nur Gutes will. Wenn man als Leser die Anhörung so miterlebt, muss man sich unweigerlich die Frage stellen, warum kann seine Mutter nur? Was genau treibt sie an? Es wird zwar versucht auch das genau zu erklären, aber selbst das, ist meiner Meinung nach viel zu umfangreich ausgefallen und trifft bei weitem nicht den Punkt. Wenn man schon mehr als einmal betont, dass man als Mutter seinen Sohn liebt, warum dann all der Zank und Streit? Zu guter Letzt geht es dann auch noch um die Borgseuche, welche immer noch tausende Menschen dahinrafft. Die Sternenflotte ruft Seven von der Voyager zurück ins Hauptquartier. Hier kümmert sich eine Spezialabteilung um dieses Thema und sie kann mit ihren Forschungen und ihren eigenen Catomen vielleicht weiterhelfen. Außerdem trifft sie ihn wieder, Axum, ihre große erste Liebe aus der Unimatrix Zero. Schon wenige Augenblicke reichen allerdings dem Leser aus, dass er schnell feststellen kann, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Kirsten Beyer ist sicherlich nicht umsonst manch sehr umständliche Wege gegangen. Sie wollte mehr Verständnis für die Figuren finden und auch mehr ins private Leben dabei abtauchen. Hin und wieder trifft sie dabei sogar gut den Punkt, aber manchmal ist es doch etwas zu viel des Guten. Das sich Janeway am Ende ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss, finde ich passend und greift viele Fragen der Fans auf, welche es schon seit der ersten Folge gab. Manch Entscheidung hätte sie damals sicherlich anders lösen können und nicht alles zu oft im Kampf enden lassen sollen. Da sie nicht nur eine zweite Chance für ihr Leben bekommen hat, scheint sie jetzt die Chance zu haben, einiges an Fehler noch einmal geraderücken zu können. Fazit: Egal was du in der Zukunft alles erleben wirst, räume immer gut in deiner Vergangenheit auf. Nach diesem Motto nimmt sich Kirsten Beyer das neue Abenteuer für Janeway und den restlichen Mitglieder der Voyager vor. Es wird viel debattiert, beobachtet, geforscht, diskutiert und natürlich auch ein klein wenig gekämpft. Fans werden viele alte Gesichter wiedererkennen und manch neues Geheimnis wird gelüftet. Mit Spannung geht dieser Roman sehr ungewiss zu ende, was hoffen lässt, dass die nächste Ausgabe genau dort weitergeht und wieder mehr Fahrt aufnimmt. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 510 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.04.2017 ISBN: 978-3-95981-204-7
  4. Ein fremder Planet und ein neuer Anfang für uns als Menschen? Schön wäre es gewesen, aber irgendwie ist dann doch alles anders gekommen. Nach etwa einhundert Jahren im Kälteschlaf, kam dass Kolonieschiff auf dem Planeten Corazon an. Mittlerweile sind dreißig Jahren vergangen, doch was sich bis dato abgespielt hat, klingt nicht nach einer gelungenen Besiedlung. Selbst die fortschrittlichste Technik konnte die Menschen nicht davor retten sich selbst wieder den Gar auszumachen. Zum einen haben sie gegen ihre Kinder eine Quarantäne erhoben. Nicht verwunderlich, denn sie haben nach ihrer Geburt plötzlich seltsame Extraorgane entwickelt. Bei einigen deutlich sichtbar und bei anderen eher weniger. Doch damit nicht genug, denn irgendwann haben auch die Maschinen rebelliert und haben sich auf den Weg gemacht, um eine eigne Stadt zu gründen. Deshalb sind die alten Kolonisten immer auf der Hut wenn ein Roboter sich der Siedlung nähert. An sich würde das alles schon ausreichen, um eine vernünftige Geschichte zu erzählen, doch Stöbe geht noch weiter. Denn nach all den Jahren scheint sich die Erde doch noch für diese Welt zu interessieren und eine neue Expedition trifft nach langer Reise auf diesem Planeten ein. Dabei entstehen unweigerlich Spannungen, welche später zu der Action führt, welche unausweichlich kommen musste. Ich bin mir nicht sicher warum der Autor derart viele Figuren versucht hat in den Roman unterzubringen. Genau dieser Punkt führt dazu, dass man sich kaum auf irgendjemand wirklich konzentrieren kann. Man lernt weder die Kinder, die Kolonisten, die Bots oder die Neuankömmlinge wirklich gut kennen. Der Verlauf der Geschichte scheint auch irgendwie sehr zerstückelt und findet zwar am Ende noch einmal eine Auflösung, welche aber meiner Meinung den Rest des Romans definitiv nicht rettet und auch an sich nichts Neues aus der Sciencefiction ist. Immerhin bedient sich der Autor bei einigen heutzutage schon möglichen Ideen. Da haben wir zum einen die Drucker, welche in der Zukunft ähnlich wie heute mit der richtigen Vorlage komplexe Gegenstände produzieren, welche man am Ende nur noch zusammenfassen muss. Das gleiche gilt für all die Roboter mit ihren Teleskoparmen oder den rollenden Untersätzen. Die Black Box fand ich besonders interessant und hätte für mich als einziges Rätsel völlig ausgereicht. Denn Geheimnisse, welche über die Jahre verloren gehen, gibt es vielmehr als wir selbst mitbekommen. Vielleicht ist das Ende des Buches dann doch die Chance, welche vor mehr als 100 Jahren ihren Start genommen hat. Fazit: Manchmal ist weniger wahrlich viel mehr. Norbert Stöbe findet sich in seinem Roman an vielen Stellen gut zurecht, konzentriert sich aber zu wenig auf die Figuren, so dass man als Leser kaum eine Bindung finden oder aufrecht halten kann. Das Setting selbst ist Stimmig und auch manch Idee zum Planeten und dessen Eigenart bringt Spannung und Interesse. Dennoch kommt er oft ab vom Weg und erzählt Einzelgeschichten, welche nicht zwingend ineinanderfließen. Matthias Göbel Autor: Norbert Stöbe Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.02.2017 ISBN: 978-3-453-31800-7
  5. Gar nicht mal so lange her und ich habe über den Vorgänger schon Lobeshymnen übrig gehabt und jetzt haben wir den dritten Teil der Dark Space Saga auf dem Markt. Ich gebe zu, dass ich mich wirklich sehr auf die Fortsetzung gefreut habe und vorab – ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Kommen wir erst einmal zu Geschichte. Ethan und sein Sohn Atton sitzen im Gefängnis und ihnen steht ein Prozess wegen Hochverrats bevor. Jedoch wird Ethan nicht geglaubt, vielmehr will man die Wahrheit aus ihm heraus prügeln, denn immer noch sitzt ein Gangsterboss auf der Valiant am Steuer. Indessen geht der Krieg gegen die Sythianer weiter und Admiral Hoff Heston führt ihn als aktueller Oberbefehlshaber der restlichen Flotte an. Die Gor, eine von den Sythianern als Sklaven eingesetzte Rasse, scheinen sich den Menschen anschließen zu wollen, aber Hoff kann ihnen einfach nicht trauen. Warum jetzt und was führen sie wirklich im Schilde? Er selbst hat einen der ersten Sythianer die man je erblickt hat in seinen Fingern und will von ihm alles wissen, was man aus ihm herausholen kann. Viel ist es nicht, aber immerhin findet er Ansätze, welche schon zu Vermutungen führen. Ansonsten wird auch noch die Geschichte von Destra Ortane, der verschollenen Ehefrau von Ethan erzählt. Sie landete auf einem unwirklichen Planeten und konnte nur mit letzter Kraft diese Zeit überleben. Wie das Schicksal es will, führt es die beiden, oder besser gesagt all drei, wieder zusammen. Es ist schon erstaunlich, wie punktgenau Jasper T. Scott hier seine Geschichte getroffen hat Im Verlauf erfahren wir noch viel mehr und auf fast keiner Seite gerät man ins Stocken. Eine wunderbare Geschichte entfaltet sich vor den Augen der Leser. Alles ergibt einen in sich geschlossenen Sinn und mit all der mitgebrachten Fantasie, fühlt man sich bei einigen der Gefechten mittendrin. Wo wir gerade davon sprechen, es wird mehr als eine Passage geben, in der es um Raumkämpfe oder Action Mann gegen Mann geht. Alle Beteiligten sitzen dabei immer am Hebel der Story und bewegen sich bis zum Schluss schön geradlinig auf das Ziel zu. Da ich euch nicht vielmehr von der Geschichte verraten will, komme ich einfach auf ein paar andere Seiten des Romans. Jasper T. Scott bedient sich bei seiner Vorstellung über die Zukunft der Menschen zwar einigen uns bereits bekannten Ideen, hat aber immer noch genug einige Elemente, um den Geist fließen zu lassen. Die Auflösung am Ende ist für mich eine der brillantesten welche ich in den letzten Jahren gelesen habe und ich kann mir vorstellen, dass dieses Ende der Menschheit eines Tages wirklich wahr werden könnte. Der Sinn des Lebens, Unsterblichkeit, fremdes Leben, unwirkliche Welten und vieles mehr. Alles gepaart mit passenden Charakteren und einer mit viel Spannung erzählten Geschichte. Fazit: Jasper T. Scott - mögen die Lorbeeren für diesen Roman dich weiterhin beflügeln, denn was du mit Dark Space geschaffen hast, wird auch in Zukunft als Klassiker der Sci-Fi-Litereatur gehandelt werden. Spannung, unfassbar greifbare und liebevoll ausgeschmückte Charaktere und ein Ende, welches jeden der es gelesen hat, zum nachdenken anregen wird. Ich lege euch dringend diese Romanreihe ans Herz, denn mehr kann man sich als Fan dieses Genres nicht wünschen. Matthias Göbel Autor: Jasper T. Scott Klappenbroschur: 480 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 20.03.2017 ISBN: 978-3-492-70408-3
  6. ...und ich hatte mich schon gefragt, ob es mit Deep Space Nine irgendwann einmal weitergeht. Una McCormack hat sich nun endlich der Figuren wieder angenommen und präsentiert uns die fortlaufende Geschichte nach „The Fall“. Alles fängt mit der Idee von Doktor Katherine Pulaski an. Sie schließt sich einer Forschungsmission an, welche wieder zu den Wurzeln der Sternenflotte zurückgeht – Die Erforschung des Alls und des Unbekannten. Dabei soll das Schiff vor allem viele verschiedene Völker beherbergen, so dass man zusammen lernt und lebt und sich dabei kennenlernt. Doch schon bei dieser Idee scheint es schon Schwierigkeiten zu geben, denn ein Sternenflotten-Geheimdienst-Offizier meldet sich mit einer Tzenkethi und will mit an Bord. Captain Ro Laren hat derzeit ein paar andere Probleme, denn eine außerirdische Rasse nimmt DS9 in Besitz. Das Volk der Himmelsweite ist friedlich, schert sich wenig um Regeln und all die vielen Kinder an Bord bringen ordentlich Gewusel auf die Station. Doktor Beverly Crusher hat derzeit das Sagen auf der Krankenstation und auch sie findet die Kinder zwar unterhaltsam, nur erinnert es sie an ihren eigenen Sohn. Das Schiff mit Dr. Pulaski bricht schlussendlich doch auf und trifft überraschender Weise schnell auf einen Erstkontakt. Nichtsahnend, dass dieses Volk noch für die Lösung manch anderer Probleme auf DS9 notwendig ist. Auch Odo kehrt aus seiner Einsiedelei zurück und will sich um einen ganz besonderen Fall kümmern, Im Krieg zwischen Romulaner und Cardassianer gab es einige Gefangene, welche bis heute, 10 Jahre danach, immer noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Was ist aus ihnen geworden? Leben sie noch? Genau das führt zur nächsten kleinen Krise, welche gemeistert werden muss. Da die Geschichte einen doch schönen roten Faden hat und man mit manch kleiner Überraschung erst das Gesamtbild zu sehen bekommt, muss man sich als Leser schon ordentlich gedulden und wird dabei nicht enttäuscht. Jeder unser alten Helden bricht nicht aus seinem Rahmen und verhält sich wie gewohnt. Selbst Quark darf seine uns bekannte Schlitzohrigkeit wieder zur schau stellen. Überrascht war ich, dass Miles O'Brien immer noch auf der Station ist , aber einer muss sich ja um die neue Technik kümmern. Garak als neues Oberhaupt von Cardassia muss sich politischen Auseinandersetzungen stellen und der Zwist zwischen Pulaski und Crusher wird auch auf eine neue Ebene gehoben. Das Denken und Fühlen von Flüchtlingen wird hier ebenfalls deutlich unter die Lupe genommen. Ich muss gestehen, dass ich selten so viel Themen, auf im Endeffekt doch so wenig Seiten gefunden habe. Fazit: Eine Mischung aus Krimi, ethnischen und politischen Debatten, sowie Spannung und auch etwas zum Lachen wartet hier auf euch. Deep Space Nine hat schon immer als Schmelzpunkt für Völker und Verständigung funktioniert und auch diesmal führen die Charaktere der Serie zu einer Lösung, welche manch Politiker nicht hinbekommen hätten. Ich freue mich das Odo zurück ist und das es endlich neue Geschichten geben wird, in den es mal ausnahmsweise nicht um Krieg und Tod geht. Matthias Göbel Autor: Una McCormack Taschenbuch: 287 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.01.2017 ISBN: 978-3-95981-174-3
  7. Robert Corvus präsentiert uns eine wahrlich düstere Zukunft. Die Menschen haben ihre geliebte Erde vor vielen Jahren bereits verloren. Schuld ist eine außerirdische Rasse - die „Giat“. Selbst ähneln sie mehr Insekten und von den Menschen werden sie auch Giftatmer genannt, da sie eine methanhaltige Luft zum Leben benötigen. Seither leben die Menschen nur noch auf Raumschiffen und suchen eine neue Heimat. Doch kommen wir erst einmal zu Geschichte. Rila ist Kampfpilotin und auf den ersten Seiten können wir sie bei einem mächtigen Angriff gegen die Gitas begleiten. Später lernen wir ihren Bruder Starn kennen. Er war früher auch beim Militär, hat sich aber jetzt mehr der planetaren Ernte gewidmet. Alle Schiffe der Menschen sind sehr unterschiedlich. Besonders die SQUID. Ein außerirdisches und zum Teil organisches riesiges krakenähnliches Wesen, genannt Mutter, welches die Menschen bei sich wohnen lässt und mit ihnen telepathisch kommuniziert. Hier lebt Ugròn, ein Anwärter, welcher immer mehr zum Liebling von Mutter mutiert. Er muss mehr als eine Prüfung überleben und dabei verändert sich nicht nur seine Beziehung zum Schiff/Mutter, sondern auch er sich selbst. Die Flotte der Menschen findet auf ihrer Reise einen bewohnten Planten. Die hier lebenden Wesen sind freundlich und an Handel interessiert. Welch ein Glück und doch scheint dieser Planet noch ein weiteres Geheimnis zu besitzen, welches erst zum Ende hin aufgelöst wird. Der Verlauf der Geschichte nimmt immer wieder kleine Wendungen, damit man genauer kennenlernt, wie die Menschen jetzt leben müssen, was damals alles geschah und warum sie sind wie sie jetzt sind. Das Leben, wie das Essen gewonnen wird, das Schweben im Raum, die Aufzucht der Kinder in Brutkästen, der Antrieb der Schiffe und vieles mehr. Corvus hat sich schon sehr genau überlegt wie er uns die Zukunft präsentiert und fand dabei einige interessante Ansätze. Irgendwann Treffen alle drei Hauptfiguren auch zusammen, was unweigerlich auf dem Planeten passieren muss, welcher sich vielleicht doch als die Rettung der restlichen Menschheit entpuppt. Wenn man jedoch genau hinhört, scheinen wir hier eben nur einen kleinen Teil der Menschen zu begleiten, welche sich in dem bekannten All befinden. Genau das macht die Geschichte eben nicht ganz greifbar. Alles in allem bekommt man Seite für Seite ganz kleine Häppchen und löst dabei das eigentliche Geheimnis. Leider finde ich persönlich das Ende dann doch eher zu ernüchternd, dass ich wirklich satt geworden wäre. Viele Fragen bleiben offen, der Kampf gegen die Giats wird nur unterbrochen, aber nicht gewonnen und der Planet ist eben keine zweite Erde. Warum all die Wirren zwischendurch? Robert Corvus konzentriert sich eben sehr auf seine Figuren und lässt sie in keiner Seite außer acht. Ein Grund um eben doch dran zu bleiben und mitzufühlen, nachzudenken und mitzuerleben. Keine Reise ist je zu Ende und ich wünsche den Menschen in diesem Fall, dass sie endlich eine neue Heimat finden, verdient haben sie es sich. Fazit: Egal wie sich die Zukunft für uns gestalten wird, Robert Corvus gibt uns eine zweite Chance im All zu überleben und die Möglichkeit vielleicht doch ein neues Zuhause zu finden. Liebe findet hier genauso ihren Platz wie heftige Weltraumschlachten. Der Kampf um das Überleben der Menschheit ist allgegenwärtig, dennoch findet man als Leser auch genug Licht und Wärme. Mit detailverliebten Figuren schreibt er die Geschichte gelungen zu Ende, nur die ganz große Überraschung fehlt irgendwie. Matthias Göbel Autor: Robert Corvus Klappenbroschur: 496 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 20.03.2017 ISBN: 978-3-492-70439-7
  8. Journalisten sind immer auf der Suche nach der ultimativen Story, selbst wenn sie schon so berühmt und bekannt sind wie Lex Falk. Aktuell befindet er sich auf dem Planeten 86. Eine Welt, weit weg von der Heimatwelt und doch scheint hier irgendetwas nicht zu stimmen. Seine ersten Recherchen verlaufen ziemlich schnell im Sand. Es gibt irgendwo Rebellen und ein Kampf, aber keiner weiß so wirklich um was es eigentlich geht. Leider ergeht es dem Leser ähnlich. Schon nach den ersten Seiten versucht man herauszufinden auf welche Reise uns der Autor schicken will, aber vergebens, erst auf den letzten Seiten wird alles brav erklärt. Doch er wäre nicht der Reporter, der er ist, wenn er nicht doch etwas findet. Mit den ihm öffentlich vorgeführten Tatsachen gibt er sich nicht zufrieden und dank ein paar Kontaktpersonen und einer jungen aufstrebenden Journalistin, hat er endlich den Faden gefunden, der das Gesamtbild erklären soll. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat ein Gerät erfunden, mit dem man sich in das Gehirn eines anderen versetzen kann. Man hört, sieht, riecht, schmeckt alles – einfach gesagt, man ist mitten drin. Lex begibt sich nun in den Tank, um sich mit dem Frontsoldaten zu verbinden. Anfänglich etwas unsicher, ist er nach den ersten Sekunden im Einsatz schon völlig dabei. Der Trupp gerät in einen Hinterhalt und einer nach dem anderen wird getötet. Jetzt kommt Dan Abnetts Erfahrung in Sachen Krieg zum Vorschein. Denn als Autor von Warhammer 40.000 hat er schon so manch Gemetzel miterlebt. Sehr blutig gerät der Einsatz nach und nach außer Kontrolle und als der Soldat, in dem Lex steckt auch noch am Kopf getroffen wird, scheint die Mission vorbei. Doch dem ist nicht so und Lex muss nun den Hirntoten Soldaten steuern und sein eigenes Leben und das der restlichen Teammitglieder retten. Klingt an sich doch recht spannend, aber irgendwie bleibt jede Wendung einfach zu vorhersehbar. Immer wieder geraten sie in ein Gefecht. Das eine mal mehr, dass andere mal weniger heftig. Über viele Seite hinweg erfahren wir viel zu wenig über die Hauptstory und ob jemand nun dem anderen ein Bein oder Kopf wegschießt, muss meiner Meinung nach auch nicht in jeder Einzelheit erklärt werden. Ich hatte wirklich gehofft, dass Abnett am Ende zumindest mit einer echten Überraschung aufwarten kann, doch auch diese bleibt eher nur ein Aha. Technisch wird immerhin eine recht realistische Zukunft erklärt, wobei dieser Roman auch in unserer Zeit hätte spielen können, da der Kampf um etwas Besonderes, Einmaliges und Unglaubliches schon jetzt zum Krieg führen würde. Fazit: Du warst schon immer fasziniert von Krieg und Soldatentum? Dann bist du hier genau richtig. Dan Abnett verpackt sein Roman mit harter Action, versucht ein Geheimnis zu lüften und spielt mit seinen Charakteren wie Generäle mit ihren Kämpfern. Wirklich Neu erfindet er dabei leider zu wenig und Spannung hat auch nicht immer was mit Action zu tun. Dennoch bin ich mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden wird. Matthias Göbel Autor: Dan Abnett Taschenbuch: 432 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 09.11.2011 ISBN: 978-3-453-52913-7
  9. Admiral William T. Riker hat in seiner Laufbahn bei der Sternenflotte schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, doch diesmal steht er im absoluten Mittelpunkt des Geschehens. Der Anfang klingt recht entspannt. Eine Friedenskonferenz wird einberufen, bei der alle aktuellen Mächte des Quadranten anwesend sind. Doch eine wirklich echte Übereinkunft scheint nicht getroffen geworden zu sein. Dennoch hat der Admiral anscheint eine Mission, welche er nun aufnimmt. Au der anderen Seite haben wir noch einen romulanischen Senator, welcher sich auch endlich aus seinen eigenen Schatten erheben will. Die Mission führt Riker zur Aventine. Das schnellste Schiff der Flotte sollte hierfür genau das richtige sein. Sie begeben sich zu einer Kommunikationseinrichtung, denn hier soll ein schrecklicher Virus seinen Ursprung haben. Mit einem kurzen, aber gewaltigen Schlag wird sie außer Gefecht gesetzt. Doch scheint dies nicht das letzte Ziel zu sein. Immer mehr Stationen werden angegriffen und nicht nur von Riker, sondern auch von allen anderen Teilnehmern dieser geheimen Konferenz. Als Leser erfahren wir erst etwa nach zwei Drittel des Buches was wirklich dahinter steckt. Nur so viel kann ich sagen, wir sehen einmal mehr alte Bekannte wieder. Autor John Jackson Miller könnte einigen von euch auch anderweitig bekannt sein. Eigentlich ist er Comicbuch Autor und das eher für Star Wars, als für dieses Universum. Um so schöner, dass er hier hergefunden hat und mit seiner Geschichte uns noch einmal einige schöne Erinnerungen an eine alte Folge der Next Generation zurückbringt. Dennoch benötigt seine Geschichte ordentlich Fahrt, welche sie nicht immer bekommt. Ein paar der Stationen und Angriffe hätte man sich ruhig verkneifen können, da sie nicht zwingend das Drama der Geschichte vorantreibt oder inhaltlich uns wirklich mehr preisgibt. Dafür hat er sich sehr ausgiebig mit den uns bekannten Figuren auseinandergesetzt. Riker hat weiterhin sein verschmitzten Humor, Picard bleibt seinen Freunden treu und politisch wie taktisch ein Ass, Dax ist dank ihrer Erfahrung aller Wirte ein Captain der sein Schiff nie aufgeben wird und Diana kann ihrem Mann ein kleines unausgesprochenes Geheimnis anvertrauen. Das der Frieden das ein oder andere Mal auf der Kippe stand haben wir schon oft erlebt, doch diesmal gab es nicht nur einen, sondern gleich alle die daran beteiligt waren ihn zu vernichten. Ob der Admiral oder sogar die Föderation Schade genommen haben, könnt ihr jedoch selbst herausfinden. Fazit: Glaube nicht immer was du siehst und hinterfrage auch mal die Anweisungen deiner Vorgesetzten. So in etwa die Moral der Geschichte, welche uns Autor John Jackson Miller präsentiert. Eine gelungenes Abenteuer mit Riker und Picard, welches am Ende keinen Sieger, aber viele neue Erkenntnisse hervorruft. Als Debüt im Star Trek Universum hat er vieles richtig gemacht und dank der gut gewählten Charaktere kann man auch über manch trockene Passage schnell hinweggesehen. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Taschenbuch: 430 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 15.03.2017 ISBN: 9783959811781
  10. Die U.S.S. Enterprise ist auf ihrer Erforschungsmission weit weg von dem bekannten Raum und entdeckt eine seltsame Region, welche es zu untersuchen gilt. Doch bereits zu dem Klasse M Planeten zu gelangen, wird kein angenehmer Flug. Die eigenwilligen Gesteinsvorkommen werden später der Enterprise auch zum Verhängnis. Auf dem Planeten angekommen, werden Kirk und sein Landetrupp angegriffen. Bisher noch von Unbekannten. Sie stellen sich als Mitglieder der Goeg-Domäne vor. Ähnlich wie die Föderation, sind sie ein Zusammenschluss von verschiedenen Welten und Völkern. Bei der Flucht der Angreifer, wird das Schiff so schwer beschädigt, dass sie mehrere Wochen repariert werden müsste. Die neuen „Freunde“ bieten an, dass sie die Enterprise zu einem Raumdock transportieren und genau jetzt erst beginnt das Abenteuer. Der Captain der Goeg-Domäne versteht sich prächtig mit Kirk, doch er ist sich wie seine Mannschaftsmitglieder nicht sicher, ob sie das richtige tun. Immerhin überlassen sie ihr Schiff einem fremden Volk. Das kommende Desaster folgt auf dem Fuß. Während des Fluges wird Kirk immer mehr bewusst, dass er wohl einen riesigen Fehler begangen hat. Bleibt die Domäne ein Freund oder wird sie gar zum Feind der Föderation? Das könnt ihr selbst erfahren, wenn ihr euch durch die knapp 300 Seiten lest. Im Grunde ist das Abenteuer wie eine der alten Folgen der TV-Serie. Der Anfang klingt recht spannend und dann... dann... wartet man dass etwas passiert. Einige Passagen der Geschichte klingen wirklich wie eine 1:1 Kopie der Dialoge. Egal ob zwischen Spock und McCoy oder auch Chekov, welcher sich Gedanken über seine Arbeit als Sicherheitschef macht. Immerhin wird eine neue Rasse vorgestellt und der moralische Aspekt der Geschichte ist schnell verstanden. Ein paar kleine Wendungen am Ende sorgen sogar noch einmal für ein wenig Action, aber ansonsten geht es doch eher sehr ruhig und gelassen voran William Leisner nahm sich wirklich sehr genau die alten Charaktere vor. Alle haben ihre stimmigen Sprüche und ihren Arbeitsplatz. Einzig Kirk finde ich diesmal etwas ratlos und lässt sich für meinen Geschmack zu viel dirigieren. Manch technische Komponente ist sicherlich auch etwas sehr weit hergeholt und das nicht nur weil Scotty sein „Baby“ in andere Hände geben muss. Allein die Tatsache wie schnell sich die beiden fremden Schiffe verbinden können klingt schon recht seltsam. Ein letzten kleinen Kritikpunkt habe ich noch, die Befehle zwischen den Offizieren der Goeg-Domäne. All die Zahlen sind nicht nur für den Leser unverständlich, bringen auch selbst die Crew der Enterprise Kopfschmerzen. Fazit: Neue Geschichten von Kirk seiner Enterprise – Immer her damit! Autor William Leisner macht an sich keinen einzigen Fehler, wenn es darum geht eine klassische Star Trek Geschichte zu erzählen. Dennoch bleibt der Roman in Summe aber eher nur eine zähe Episode, in der sich der Captain einmal mehr die Frage stellen muss, wer Freund und wer Feind ist. Wer gern in alten Erinnerungen schwelgen will, liegt dennoch richtig. Matthias Göbel Autor: William Leisner Taschenbuch: 276 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 28.02.2017 ISBN: 9783959811767
  11. Omni, sollte man gelesen haben, um sich hier auch gleich zurechtzufinden. Jasper und seine Tochter Jasmin, stehen nach ihrem letzten Abenteuer jetzt im Dienst von Omni. Mittlerweile sind nicht nur 30 Jahre vergangen, auch ihre Körper wurden so verändert, dass sie jetzt unsterblich sind und sich nur noch von der Energie von Omni ernähren müssen. Sie bekommen eine wichtige Aufgabe, eine Abschlussprüfung könnte man sagen, denn Jasmin ist nicht wirklich davon überzeugt, dass Omni der ist, für den er sich ausgibt. Sie werden zum Planeten Arkonadia geschickt. Hier taucht alle 453 Jahre eine Raumzeit-Anomalie auf. Der sogenannte Nerox. Außerdem ist eine Reisende, Samantha, im Auftrag von Omni verschwunden, welche sie ebenfalls suchen sollen. Klingt alles nach einer einfachen Aufgabe, doch die wird es nicht. Denn Omni hat keinen Zugriff auf den Nerox und Jasper und Jasmin sind auf sich allein gestellt. Dennoch erfahren wir als Leser schon viel mehr als die Beiden. Alle wollen zum Nerox gelangen, weil sie hier Macht bekommen, doch dazu benötigt man Werkzeuge. Ein solcher Werkzeugmacher ist Zirzo. Er ist der beste und seine Gabe die Dinge zu Formen, um den Zugang für den Nerox zu finden ist unbestritten. Das Schicksal führt ihn und Samantha zusammen, doch der große Gegenspieler Balthasar führt beiden wieder auseinander. Ähnlich ergeht es Jasper und Jasmin. Schon die Ankunft auf dem Planeten ist mehr eine Bruchlandung als eine freundliche Begrüßung. Man lernt viele seltsame und skurrile Charaktere kennen, welche im Lauf der Geschichte kommen und gehen, Dennoch bleiben sie irgendwie in Erinnerung. Die Geschichte liest sich so wunderbar flüssig, dass man sie in einem Rutsch verschlingt. Selbst wenn es zum Ende hin doch sehr mystisch, magisch oder spirituell zur Sache geht, kann man sich die beschriebenen Bilder immer lebhaft vorstellen und man ist jederzeit mitten im Geschehen. Besonders Zirzo wird euch ans Herz wachsen. Er ist für mich auch die heimliche Heldenfigur, welche genug Aufmerksamkeit neben unseren beiden Hauptakteuren bekommt. Ich konnte sogar einige Bezüge zu einer Star Trek Folge finden. Wenn ihr euch an die Next Generation Folge „Neue Intelligenz“ erinnert. Als die Enterprise auf dem Weg nach „Vertiform City“ ist, könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie die Reise der vier vor statten geht. Am Ende wird sogar das Geheimnis um Omni gelüftet und eine neue Zukunft für kommende Generationen geschaffen. Ich glaube an dieser Stelle kann ich auch aufhören über das Buch erzählen, denn wenn euch Omni einmal im Bann hat, wird es euch nicht mehr loslassen. Fazit: Andreas Brandhorst ist und bleibt einer der begabtesten Science-Fiction-Schriftsteller die es derzeit gibt. Er ist gesegnet mit Herz, Verstand und der Liebe zum Unmöglichen. „Das Arkonadia-Rätsel“ ist eine ergreifende Geschichte über Tod, Unendlichkeit, Auferstehung, Machthunger, Lügen und Zuneigung. Die Figuren verlieren sich trotz der Größe ihrer Taten nicht und Omni hat das Potential zu einer Serie zu werden, welche noch viele Jahre spannende Abenteuer hervorbringt. Matthias Göbel Autor: Andreas Brandhorst Klappenbroschur: 544 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.05.2017 ISBN: 978-3-492-70426-7
  12. Was sind Starter und was sind Ender? Ganz einfach, als Starter bezeichnet man alle Jugendlichen und Kinder bis etwa Anfang Zwanzig und alle Ender sind alle Menschen ab etwa 60 Jahre. So viel erst einmal zum Namen. Ansonsten befinden wir uns in diesem Roman in einer nicht all zu fernen Zukunft. Die Welt hat mal wieder ein Krieg erlebt und jetzt haben sich vielleicht einige gefragt was mit den Menschen zwischen diesen beiden, denn Midle passiert ist? – Alle Tot. Durch Sporen wurde alle vernichtet und nur wer rechtzeitig noch eine Impfung bekommen hat konnte überleben. So verwundert es nicht, dass hier als Hauptfiguren fast nur junge und alte Menschen in Erscheinung treten. Die 16-jährige Callie steht dabei im Mittelpunkt. Sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch ihre Wohnung und lebt mit ihrem kleinen Bruder auf der Straße. Doch das kann nicht immer so weitergehen, denn die Regierung will alle Weisen einfangen und in Heime stecken. So muss sie versuchen Geld zu verdienen und bekommt einen Tipp, dass bei der Body Bank, für wenig Einsatz, viel Geld zu holen ist. Was genau aber hier passiert, wird ihr erst klar, als sie sich darauf einlässt. Ein Chip wird ihr implantiert. Mit diesem kann nun ein anderer Mensch sich in ihrem Körper durch die Stadt bewegen und ein Abenteuer erleben. Gerade wenn man 150 Jahre ist, möchte man vielleicht wirklich nochmal das Leben eines 16jährigen vollziehen oder? Doch alles ändert sich ,als sie eines Tages aufwacht und die Stimme ihrer Mieterin hört. Ab jetzt ändert sich der Roman zu einem Thriller. Auf der Suche nach verschwundenen Kindern gerät sie immer tiefer hinter die Zukunftspläne der Body Bank und selbst wenn sie sich verliebt und dabei auch mehr als einmal in Gefahr geriet, Callie gibt nicht auf. Der erste Teil liest sich eher wie ein Teenie-Abenteuer und endet irgendwie auch so. Doch der zweite Teil ist schon um einiges blutiger. Lissa Price hat hier versucht noch einmal alles aus der Geschichte herauszuholen und sorgt auch für Überraschungen, welche aber bei ganz genauem lesen nicht ganz so überraschend sind. Wer der Old Man ist oder ob sie Blake je wiedersehen wird, dass sind so die Fragen, welche erst viel viel später gelöst werden.. Um der Geschichte die Emotionen noch einmal hochzutreiben, wird auch das Elternhaus besucht und keine Sorge ich verrate nichts, es gibt später ein unverhofftes Wiedersehen. Da wir uns nicht so weit weg in der Zukunft befinden, sind alle möglichen Erfindungen die auf uns warten vielleicht gar nicht so abwegig. Selbst der Krieg mit den Sporen könnte wohl wirklich stattfinden nur bin ich mir nicht sicher ob die Gesellschaft sich nach so einer Katastrophe wirklich so entwickeln würde. Immerhin ist die Jugend immer der Grundstein, dass die Älteren auch eine Zukunft haben. Dialoge und Figuren wurden auch nicht zu üppig ausgereizt und die schön schnelle Entwicklung des Romans treibt die Grundstory wunderbar voran. Fazit: Lissa Price schenkt allen Startern in die Science Fiction einen passenden Einstiegsroman. Mit vielen Emotionen und einer starken frechen Heldin, führt sie uns in eine technisch fortgeschrittene Gesellschaft, welche die Kluft zwischen Arm und Reich und zwischen Alt und Jung deutlicher nicht aufzeigen könnte. Das Angebot zwei zum Preis von einem kann ich ebenfalls empfehlen, denn so bekommt man die ganze Geschichte und muss nicht erst auf den nächsten Teil warten. Matthias Göbel Autor: Lissa Price Broschur: 752 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 09.03.2015 ISBN: 978-3-492-28008-2
  13. Da war es eine Weile kurz Still um David Mack und alle haben sich gefragt mit welcher Geschichte er wohl als nächstes um die Ecke kommt. Das Thema ist so eindeutig wie der Name des Romans – Sektion 31. Der Geheimbund der hinter den Kulissen der Föderation die Fäden spinnt, gerät erneut auf die Spur von Doktor Julian Bashir, welcher sich nicht erst einmal mit dieser Organisation herumschlagen musste. Alles immer im Deckmantel für die Föderation und gegen ihre Feinde. Auch dieses Mal ist es der Agent Cole, welcher Bashir und seine Freundin Sarina aufsucht und für eine Mission rekrutiert. Die Feinde sind dieses Mal die Breen. Mit einem Dimensionstransport, gelangen sie in das uns schon bekannte Paralluniversum. Hier gibt es gleiche Figuren, aber mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansichten und Ausgängen der Geschichte. Die ursprüngliche Mission der Breen ist es, ein sogenanntes Wurmlochsprungschiff zu kapern und in unser Universum mitzubringen. Auf der anderen Seite findet gerade das Dominion Zugang zu Bajor und eine Konferenz soll Frieden und Wohlstand für beide Quadranten bringen. Allein die Ankunft der Sektion 31 Mitglieder und die Anwesenheit der Breen verursachen ein unheilvolles Chaos. Denn als Bashir vom Dominion erkannt wird, können sich alle an damals erinnern, als der den Odo dieser Welt tötete. Ein politisches Pulverfass beginnt zu brennen. Er ersucht Asyl, doch die Konsequenzen daraus kann man sich vorstellen. Das Dominion bringt mehr und mehr Schiffe in Stellung, dass ein kleiner Funke ausreichen würde um alles in die Luft fliegen zu lassen. Es erübrigt sich sicherlich, dass die Lösung am Ende dann doch ganz anders kommt, als man es sich gedacht hätte. Genau hier sieht man auch die Raffinesse von David Mack. Er gibt zwar kleine Hinweise, lässt den Leser aber lange genug im Dunkeln, um die Spannung aufrecht zu halten. Wobei ich zugeben muss, dass man hin und wieder einige Schritte hinterfragen muss. Als Beispiel – Picard verfolgt mit der Enterprise ein gestohlenes Schiff. Sie kommen ganz knapp an die Entführer heran, aber die einzigen die auf das Schiff gebeamt werden sind Julian und Sarina. Also da frage ich mich schon, warum man nicht viel eher auf die Idee gekommen ist? Auch beim ersten aufeinandertreffen der Breen mit dem neuen Universum wird die Tarnung schnell entschlüsselt und sie müssen fliehen, später jedoch werden sie komischer weise nicht mehr gesehen?! Wie dem auch sei, die Geschichte hat dennoch ihren Reiz und man kommt schneller ans Ende als es einem lieb ist. Da es nicht die letzte Geschichte um die Sektion 31 ist, darf man sich auf ein baldiges Wiedersehen freuen. Fazit: Doktor Julian Bashir hat es schon immer geliebt Agent zu spielen, doch erst mit der Sektion 31 konnte er am eigenen Leib erfahren was es heißt ein Agent zu sein. Diese Geschichte schließt mit vielen alten Figuren ab und bringt uns auf einen neuen Level. Julian bekommt eine neue Zukunft, eine Chance der Sternenflotte doch noch behilflich zu sein und David Mack macht Hoffnung, dass wir als Leser weiterhin gute Geschichten aus den Star Trek Welten erhalten, egal in welchem Universum sie spielen. Matthias Göbel Autor: David Mack Taschenbuch: 352 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 26.12.2016 ISBN: 978-3-95981-172-9
  14. Admiral John »Black Jack« Geary ist nicht nur ein sagenhafter Kommandant, sondern auch so etwas wie ein Held aus einer längst vergessenen Zeit. Eingefroren für mehr als 100 Jahre, verbrachte er seinen Winterschlaf friedlich, wobei in der echten Welt ein Krieg herrschte. Was macht ihn aber so außergewöhnlich? Sein taktisches Verständnis! Nach vielen Jahren haben die Machthaber einfach vergessen wie man diese intelligente Lösung einer Schlacht sucht und nicht nur die Massenproduktion und Vernichtung. Aktuell muss er sich mit ein paar sogenannten „Dunklen Schiffen“befassen, welche immer wieder auftauchen und kriegerische Handlungen vornehmen. Geary findet mit der Zeit heraus, dass diese Schiffe aber nicht bemannt sind, sondern nur von einer KI gesteuert werden. Genau das macht sie so unberechenbar. Bei allen Überlegungen und Vorhausahnungen wird ebenfalls klar, dass diese Schiffe mit den Eigenschaften von »Black Jack« selbst gefüttert wurden. Somit muss er sich ständig sich selbst stellen und seine Taten hinterfragen. Diese Schiffe scheinen zudem auch in einer so großen Zahl vorzukommen, dass sie irgendwo ein Hauptlager haben müssen und genau das versucht der Admiral nun herauszufinden. Die Kämpfe verlaufen weit über viele Seiten und man staunt doch erheblich über wie viele Dialoge die Geschichte verfügt. Selbst in den heikelsten Situationen wird viel geredet, aber auch gekämpft. Wer technische Details einer Schlacht mag wird hier schon einmal ordentlich fündig. In der Geschichte selbst wirft Jack Campbell ebenfalls das fragwürdige Verhalten einer Regierung auf, welche im Hintergrund und im Geheimen derart viele Projekte unterhält, dass man nicht alle kennen kann und wenn sie dann in den Händen falscher Patrioten gelangen, kann es eben so enden wie hier. Nicht das man als Leser völlig überrascht wäre vom Ende, alles deutet schon früh darauf hin, dass die Allianz und nicht die Syndikatwelten dahinter steckt. Doch dafür müssen eben erst einige Informationen beschafft werden und dieser Reise folgen wir brav hinterher. All die vernichteten Schiffe und gestorbenen Besatzungsmitglieder werden wohl nicht vergessen, aber verloren sind sie trotzdem. Das interessante Autor an Jack Campbell ist seine Vergangenheit. Er ist Offizier der US Navy im Ruhestand und genau das liest man an so ziemlich jeder Stelle des Buches. Die Dialoge zwischen Vorgesetzten und Untergenebenen sind genau das was man dabei erwarten würde. Selbst in den privaten oder später in den Gesprächen mit den Politkern, erkennt man einen gewissen Drill oder besser gesagt eine akkurate Form der Anweisung. Dennoch gibt es einen Punkt, welchen ich ein wenig Bemängeln möchte. Das Vorankommen der Story hat immer mit überaus glücklichen Überlegungen zu tun, welche die Besatzungsmitglieder führen. So wird vermutet und gewagt gedacht wie etwas sein kann, was dann am Ende auch so ist. Etwas mehr Fakten die stichhaltig all das beweisen würden holt man sich meist erst danach. Es wäre wirklich fantastisch, solch weise und überaus kluge Kollegen, in jeder Lage des Lebens, zu besitzen. Fazit: Ein mit sehr viel Action und militärischer Taktik gefüllter Sci-Fi-Roman wartet hier auf euch. Es gibt einen Admiral der euch gleich an Herz wächst, eine Crew welche ihr Handwerk tadellos beherrscht und einen Feind den man nicht einzuschätzen weiß. Die Aufdeckung der Pläne einer längst vergessenen Politik und die Hilfe einer friedliebenden Alienrasse runden das Geschehen passend ab. Wer Jack Campbell bereits kennt, dem muss ich nicht viel sagen, alle anderen können entspannt einen Blick wagen. Matthias Göbel Autor: Jack Campbell Taschenbuch: 431 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 11.11.2016 ISBN: 978-3-404-20834-0
  15. Wenn man den Roman von Vernor Vinge gelesen hat und man am Ende erfährt, dass er selbst Lehrer für Mathematik und Informatik war, dann verwundert weder das Thema, noch wie er damit umgegangen ist. Doch jetzt zu der eigentlichen Hauptperson - Robert Gu. Ein ehemaliger hoch gefeierter und geschätzter Schriftsteller, welcher in den letzten Zügen seiner Alzheimer-Krankheit steht. Er liegt schon fast im Tod, als er doch noch einer medizinischen Behandlung unterzogen wird. Wie befinden uns im Jahr 2025 und man möge es kaum glauben, aber die Krankheit ist hier heilbar. Mit ein paar kleinen Eingriffen und Medikamenten ist er schnell wieder er selbst und auch sonst kann die moderne Wissenschaft ihm weiterhelfen. Nach all den Behandlungen, siehst der über Siebzigjährige wieder wie ein Mittzwanziger aus. Klingt nach einer wirklich fantastischen Zukunft, nur muss man auch deutlich sagen, dass noch nicht alles heilbar ist. Gu hatte einfach Glück das alles so gut funktionierte und sein Körper darauf reagierte. Jetzt muss er sich nur noch in der neuen Welt zurechtfinden. Nicht nur das sich die Computer verändert haben, auch die Menschen selbst handeln und leben anders als er es noch in Erinnerung hatte. Was soll er aber mit seiner neuen Zukunft anfangen? Er entschließt sich noch einmal in die Schule oder besser gesagt auf die Uni zu gehen und will hier schauen, was von seinem Intellekt noch übrig geblieben ist. Indessen erfahren wir, dass ein paar Agenten versuchen an brisante Daten zu gelangen. Sie benutzen dabei die Hilfe eines außerordentlich gerissenen Hackers. Robert muss viel lernen. Da haben wir zum einen den wirklich genialen Trick mit den Kontaktlinsen, welche die neuen Rechner der Zukunft sind. Hier kann man nicht nur miteinander Kommunizieren, sich Bilder und Nachrichten schicken, vielmehr kann man hier Hologramme und andere ausgedachte Ideen und Geschichten zum leben erwecken. Gu vermisst jedoch sein wirkliches Talent und eines Tages wird er gefragt ob er bei einer bestimmten Sache behilflich wäre. Als Gegenleistung bekommt er seine Begabung im Umgang mit den Worten zurück. Robert ist sich der Tragweite nicht ganz bewusst, willigt ein und alles nimmt seinen Lauf. Wer wird wohl dieser Geheimnisvolle Fremde sein? In wie weit sich Vernor Vinge auf seinen Roman vorbereitet hat, er scheint sich virtuell selbst gut auszukennen und tobt sich besonders am Ende optisch ordentlich aus. Mit der Figur des alten Poeten, der seine Gabe wieder sucht, schlägt er eine schöne Brücke zum neuen digitalen Zeitalter. Der alte Brummbär, welcher sich eigentlich aus allem heraushalten wollte, gerät mitten in eine Verschwörung, welche als weitgreifende Katastrophe endet. Die Konsequenzen am Ende sind jedoch harmloser als sich der Endkampf wirklich liest. Immerhin kann man aber eine Sache mitnehmen, egal wie fortschrittlich wird sind, lasst uns die Bücher wie sie sind und vertraue nie einem Fremden, selbst wenn er noch schöne Versprechen hat. Fazit: Am „Ende des Regenbogens“... befindet sich nicht immer der Topf voll Gold. Genau das, muss die Hauptfigur Robert Gu in diesem Roman lernen. Die medizinischen Wunder dieser Zukunft sind wünschenswert und selbst die digitalen Errungenschaften klingen vernünftig, wenn man auch genau so damit umgehen würde. Einiges an der Geschichte ist sicherlich zu viel lang, die Verschwörung scheint auch weniger bedrohlich als sie ist und das Ende bekommt viel Moral, aber wenig haltbares. Dennoch ist der Kampf des alten Mannes, im Körper eines jungen Menschen, für die alten Werte, mit der neuen Technik, interessant. Matthias Göbel Autor: Vernor Vinge Taschenbuch: 576 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 11.10.2016 ISBN: 978-3-95981-144-6