einz1975

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Über einz1975

  • Geburtstag 02.08.1975

Basis-Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
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    Berlin

Detail-Informationen

  • Vorname
    Matthias
  • Nachname
    Göbel
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    13088
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    D
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  1. Was sind Starter und was sind Ender? Ganz einfach, als Starter bezeichnet man alle Jugendlichen und Kinder bis etwa Anfang Zwanzig und alle Ender sind alle Menschen ab etwa 60 Jahre. So viel erst einmal zum Namen. Ansonsten befinden wir uns in diesem Roman in einer nicht all zu fernen Zukunft. Die Welt hat mal wieder ein Krieg erlebt und jetzt haben sich vielleicht einige gefragt was mit den Menschen zwischen diesen beiden, denn Midle passiert ist? – Alle Tot. Durch Sporen wurde alle vernichtet und nur wer rechtzeitig noch eine Impfung bekommen hat konnte überleben. So verwundert es nicht, dass hier als Hauptfiguren fast nur junge und alte Menschen in Erscheinung treten. Die 16-jährige Callie steht dabei im Mittelpunkt. Sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch ihre Wohnung und lebt mit ihrem kleinen Bruder auf der Straße. Doch das kann nicht immer so weitergehen, denn die Regierung will alle Weisen einfangen und in Heime stecken. So muss sie versuchen Geld zu verdienen und bekommt einen Tipp, dass bei der Body Bank, für wenig Einsatz, viel Geld zu holen ist. Was genau aber hier passiert, wird ihr erst klar, als sie sich darauf einlässt. Ein Chip wird ihr implantiert. Mit diesem kann nun ein anderer Mensch sich in ihrem Körper durch die Stadt bewegen und ein Abenteuer erleben. Gerade wenn man 150 Jahre ist, möchte man vielleicht wirklich nochmal das Leben eines 16jährigen vollziehen oder? Doch alles ändert sich ,als sie eines Tages aufwacht und die Stimme ihrer Mieterin hört. Ab jetzt ändert sich der Roman zu einem Thriller. Auf der Suche nach verschwundenen Kindern gerät sie immer tiefer hinter die Zukunftspläne der Body Bank und selbst wenn sie sich verliebt und dabei auch mehr als einmal in Gefahr geriet, Callie gibt nicht auf. Der erste Teil liest sich eher wie ein Teenie-Abenteuer und endet irgendwie auch so. Doch der zweite Teil ist schon um einiges blutiger. Lissa Price hat hier versucht noch einmal alles aus der Geschichte herauszuholen und sorgt auch für Überraschungen, welche aber bei ganz genauem lesen nicht ganz so überraschend sind. Wer der Old Man ist oder ob sie Blake je wiedersehen wird, dass sind so die Fragen, welche erst viel viel später gelöst werden.. Um der Geschichte die Emotionen noch einmal hochzutreiben, wird auch das Elternhaus besucht und keine Sorge ich verrate nichts, es gibt später ein unverhofftes Wiedersehen. Da wir uns nicht so weit weg in der Zukunft befinden, sind alle möglichen Erfindungen die auf uns warten vielleicht gar nicht so abwegig. Selbst der Krieg mit den Sporen könnte wohl wirklich stattfinden nur bin ich mir nicht sicher ob die Gesellschaft sich nach so einer Katastrophe wirklich so entwickeln würde. Immerhin ist die Jugend immer der Grundstein, dass die Älteren auch eine Zukunft haben. Dialoge und Figuren wurden auch nicht zu üppig ausgereizt und die schön schnelle Entwicklung des Romans treibt die Grundstory wunderbar voran. Fazit: Lissa Price schenkt allen Startern in die Science Fiction einen passenden Einstiegsroman. Mit vielen Emotionen und einer starken frechen Heldin, führt sie uns in eine technisch fortgeschrittene Gesellschaft, welche die Kluft zwischen Arm und Reich und zwischen Alt und Jung deutlicher nicht aufzeigen könnte. Das Angebot zwei zum Preis von einem kann ich ebenfalls empfehlen, denn so bekommt man die ganze Geschichte und muss nicht erst auf den nächsten Teil warten. Matthias Göbel Autor: Lissa Price Broschur: 752 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 09.03.2015 ISBN: 978-3-492-28008-2
  2. Da war es eine Weile kurz Still um David Mack und alle haben sich gefragt mit welcher Geschichte er wohl als nächstes um die Ecke kommt. Das Thema ist so eindeutig wie der Name des Romans – Sektion 31. Der Geheimbund der hinter den Kulissen der Föderation die Fäden spinnt, gerät erneut auf die Spur von Doktor Julian Bashir, welcher sich nicht erst einmal mit dieser Organisation herumschlagen musste. Alles immer im Deckmantel für die Föderation und gegen ihre Feinde. Auch dieses Mal ist es der Agent Cole, welcher Bashir und seine Freundin Sarina aufsucht und für eine Mission rekrutiert. Die Feinde sind dieses Mal die Breen. Mit einem Dimensionstransport, gelangen sie in das uns schon bekannte Paralluniversum. Hier gibt es gleiche Figuren, aber mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansichten und Ausgängen der Geschichte. Die ursprüngliche Mission der Breen ist es, ein sogenanntes Wurmlochsprungschiff zu kapern und in unser Universum mitzubringen. Auf der anderen Seite findet gerade das Dominion Zugang zu Bajor und eine Konferenz soll Frieden und Wohlstand für beide Quadranten bringen. Allein die Ankunft der Sektion 31 Mitglieder und die Anwesenheit der Breen verursachen ein unheilvolles Chaos. Denn als Bashir vom Dominion erkannt wird, können sich alle an damals erinnern, als der den Odo dieser Welt tötete. Ein politisches Pulverfass beginnt zu brennen. Er ersucht Asyl, doch die Konsequenzen daraus kann man sich vorstellen. Das Dominion bringt mehr und mehr Schiffe in Stellung, dass ein kleiner Funke ausreichen würde um alles in die Luft fliegen zu lassen. Es erübrigt sich sicherlich, dass die Lösung am Ende dann doch ganz anders kommt, als man es sich gedacht hätte. Genau hier sieht man auch die Raffinesse von David Mack. Er gibt zwar kleine Hinweise, lässt den Leser aber lange genug im Dunkeln, um die Spannung aufrecht zu halten. Wobei ich zugeben muss, dass man hin und wieder einige Schritte hinterfragen muss. Als Beispiel – Picard verfolgt mit der Enterprise ein gestohlenes Schiff. Sie kommen ganz knapp an die Entführer heran, aber die einzigen die auf das Schiff gebeamt werden sind Julian und Sarina. Also da frage ich mich schon, warum man nicht viel eher auf die Idee gekommen ist? Auch beim ersten aufeinandertreffen der Breen mit dem neuen Universum wird die Tarnung schnell entschlüsselt und sie müssen fliehen, später jedoch werden sie komischer weise nicht mehr gesehen?! Wie dem auch sei, die Geschichte hat dennoch ihren Reiz und man kommt schneller ans Ende als es einem lieb ist. Da es nicht die letzte Geschichte um die Sektion 31 ist, darf man sich auf ein baldiges Wiedersehen freuen. Fazit: Doktor Julian Bashir hat es schon immer geliebt Agent zu spielen, doch erst mit der Sektion 31 konnte er am eigenen Leib erfahren was es heißt ein Agent zu sein. Diese Geschichte schließt mit vielen alten Figuren ab und bringt uns auf einen neuen Level. Julian bekommt eine neue Zukunft, eine Chance der Sternenflotte doch noch behilflich zu sein und David Mack macht Hoffnung, dass wir als Leser weiterhin gute Geschichten aus den Star Trek Welten erhalten, egal in welchem Universum sie spielen. Matthias Göbel Autor: David Mack Taschenbuch: 352 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 26.12.2016 ISBN: 978-3-95981-172-9
  3. Admiral John »Black Jack« Geary ist nicht nur ein sagenhafter Kommandant, sondern auch so etwas wie ein Held aus einer längst vergessenen Zeit. Eingefroren für mehr als 100 Jahre, verbrachte er seinen Winterschlaf friedlich, wobei in der echten Welt ein Krieg herrschte. Was macht ihn aber so außergewöhnlich? Sein taktisches Verständnis! Nach vielen Jahren haben die Machthaber einfach vergessen wie man diese intelligente Lösung einer Schlacht sucht und nicht nur die Massenproduktion und Vernichtung. Aktuell muss er sich mit ein paar sogenannten „Dunklen Schiffen“befassen, welche immer wieder auftauchen und kriegerische Handlungen vornehmen. Geary findet mit der Zeit heraus, dass diese Schiffe aber nicht bemannt sind, sondern nur von einer KI gesteuert werden. Genau das macht sie so unberechenbar. Bei allen Überlegungen und Vorhausahnungen wird ebenfalls klar, dass diese Schiffe mit den Eigenschaften von »Black Jack« selbst gefüttert wurden. Somit muss er sich ständig sich selbst stellen und seine Taten hinterfragen. Diese Schiffe scheinen zudem auch in einer so großen Zahl vorzukommen, dass sie irgendwo ein Hauptlager haben müssen und genau das versucht der Admiral nun herauszufinden. Die Kämpfe verlaufen weit über viele Seiten und man staunt doch erheblich über wie viele Dialoge die Geschichte verfügt. Selbst in den heikelsten Situationen wird viel geredet, aber auch gekämpft. Wer technische Details einer Schlacht mag wird hier schon einmal ordentlich fündig. In der Geschichte selbst wirft Jack Campbell ebenfalls das fragwürdige Verhalten einer Regierung auf, welche im Hintergrund und im Geheimen derart viele Projekte unterhält, dass man nicht alle kennen kann und wenn sie dann in den Händen falscher Patrioten gelangen, kann es eben so enden wie hier. Nicht das man als Leser völlig überrascht wäre vom Ende, alles deutet schon früh darauf hin, dass die Allianz und nicht die Syndikatwelten dahinter steckt. Doch dafür müssen eben erst einige Informationen beschafft werden und dieser Reise folgen wir brav hinterher. All die vernichteten Schiffe und gestorbenen Besatzungsmitglieder werden wohl nicht vergessen, aber verloren sind sie trotzdem. Das interessante Autor an Jack Campbell ist seine Vergangenheit. Er ist Offizier der US Navy im Ruhestand und genau das liest man an so ziemlich jeder Stelle des Buches. Die Dialoge zwischen Vorgesetzten und Untergenebenen sind genau das was man dabei erwarten würde. Selbst in den privaten oder später in den Gesprächen mit den Politkern, erkennt man einen gewissen Drill oder besser gesagt eine akkurate Form der Anweisung. Dennoch gibt es einen Punkt, welchen ich ein wenig Bemängeln möchte. Das Vorankommen der Story hat immer mit überaus glücklichen Überlegungen zu tun, welche die Besatzungsmitglieder führen. So wird vermutet und gewagt gedacht wie etwas sein kann, was dann am Ende auch so ist. Etwas mehr Fakten die stichhaltig all das beweisen würden holt man sich meist erst danach. Es wäre wirklich fantastisch, solch weise und überaus kluge Kollegen, in jeder Lage des Lebens, zu besitzen. Fazit: Ein mit sehr viel Action und militärischer Taktik gefüllter Sci-Fi-Roman wartet hier auf euch. Es gibt einen Admiral der euch gleich an Herz wächst, eine Crew welche ihr Handwerk tadellos beherrscht und einen Feind den man nicht einzuschätzen weiß. Die Aufdeckung der Pläne einer längst vergessenen Politik und die Hilfe einer friedliebenden Alienrasse runden das Geschehen passend ab. Wer Jack Campbell bereits kennt, dem muss ich nicht viel sagen, alle anderen können entspannt einen Blick wagen. Matthias Göbel Autor: Jack Campbell Taschenbuch: 431 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 11.11.2016 ISBN: 978-3-404-20834-0
  4. Wenn man den Roman von Vernor Vinge gelesen hat und man am Ende erfährt, dass er selbst Lehrer für Mathematik und Informatik war, dann verwundert weder das Thema, noch wie er damit umgegangen ist. Doch jetzt zu der eigentlichen Hauptperson - Robert Gu. Ein ehemaliger hoch gefeierter und geschätzter Schriftsteller, welcher in den letzten Zügen seiner Alzheimer-Krankheit steht. Er liegt schon fast im Tod, als er doch noch einer medizinischen Behandlung unterzogen wird. Wie befinden uns im Jahr 2025 und man möge es kaum glauben, aber die Krankheit ist hier heilbar. Mit ein paar kleinen Eingriffen und Medikamenten ist er schnell wieder er selbst und auch sonst kann die moderne Wissenschaft ihm weiterhelfen. Nach all den Behandlungen, siehst der über Siebzigjährige wieder wie ein Mittzwanziger aus. Klingt nach einer wirklich fantastischen Zukunft, nur muss man auch deutlich sagen, dass noch nicht alles heilbar ist. Gu hatte einfach Glück das alles so gut funktionierte und sein Körper darauf reagierte. Jetzt muss er sich nur noch in der neuen Welt zurechtfinden. Nicht nur das sich die Computer verändert haben, auch die Menschen selbst handeln und leben anders als er es noch in Erinnerung hatte. Was soll er aber mit seiner neuen Zukunft anfangen? Er entschließt sich noch einmal in die Schule oder besser gesagt auf die Uni zu gehen und will hier schauen, was von seinem Intellekt noch übrig geblieben ist. Indessen erfahren wir, dass ein paar Agenten versuchen an brisante Daten zu gelangen. Sie benutzen dabei die Hilfe eines außerordentlich gerissenen Hackers. Robert muss viel lernen. Da haben wir zum einen den wirklich genialen Trick mit den Kontaktlinsen, welche die neuen Rechner der Zukunft sind. Hier kann man nicht nur miteinander Kommunizieren, sich Bilder und Nachrichten schicken, vielmehr kann man hier Hologramme und andere ausgedachte Ideen und Geschichten zum leben erwecken. Gu vermisst jedoch sein wirkliches Talent und eines Tages wird er gefragt ob er bei einer bestimmten Sache behilflich wäre. Als Gegenleistung bekommt er seine Begabung im Umgang mit den Worten zurück. Robert ist sich der Tragweite nicht ganz bewusst, willigt ein und alles nimmt seinen Lauf. Wer wird wohl dieser Geheimnisvolle Fremde sein? In wie weit sich Vernor Vinge auf seinen Roman vorbereitet hat, er scheint sich virtuell selbst gut auszukennen und tobt sich besonders am Ende optisch ordentlich aus. Mit der Figur des alten Poeten, der seine Gabe wieder sucht, schlägt er eine schöne Brücke zum neuen digitalen Zeitalter. Der alte Brummbär, welcher sich eigentlich aus allem heraushalten wollte, gerät mitten in eine Verschwörung, welche als weitgreifende Katastrophe endet. Die Konsequenzen am Ende sind jedoch harmloser als sich der Endkampf wirklich liest. Immerhin kann man aber eine Sache mitnehmen, egal wie fortschrittlich wird sind, lasst uns die Bücher wie sie sind und vertraue nie einem Fremden, selbst wenn er noch schöne Versprechen hat. Fazit: Am „Ende des Regenbogens“... befindet sich nicht immer der Topf voll Gold. Genau das, muss die Hauptfigur Robert Gu in diesem Roman lernen. Die medizinischen Wunder dieser Zukunft sind wünschenswert und selbst die digitalen Errungenschaften klingen vernünftig, wenn man auch genau so damit umgehen würde. Einiges an der Geschichte ist sicherlich zu viel lang, die Verschwörung scheint auch weniger bedrohlich als sie ist und das Ende bekommt viel Moral, aber wenig haltbares. Dennoch ist der Kampf des alten Mannes, im Körper eines jungen Menschen, für die alten Werte, mit der neuen Technik, interessant. Matthias Göbel Autor: Vernor Vinge Taschenbuch: 576 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 11.10.2016 ISBN: 978-3-95981-144-6
  5. Ich habe schon viele Bücher gelesen, welche sich mit der Zukunft und dem wohl kommenden befassen, was sich Charles Stross allerdings ausgedacht hat, trifft noch einmal eine ganz andere Dimension. Als Hintergrund muss man wohl erwähnen, dass wir uns als Menschen in der Zukunft abgeschafft haben. Wie erfanden Roboter, welche nicht nur unsere Ebenbilder sind, sondern auch so handeln und denken wie wir. Selbst Bedürfnisse haben diese Roboter und da verwundert es nicht das es auch um Sex geht. Ja, richtig gelesen, Roboter lieben Sex. Die Menschen selbst haben sich einfach nicht mehr fortgepflanzt und alles ihren elektronischen Freunden überlassen. Egal ob die einfachen Arbeiten im Haushalt, im Bergbau oder sogar das Besiedeln von Planeten. Denn kein menschlicher Körper würde die Strapazen eines solchen Fluges unbeschadet überstehen und die Lebensbedingungen auf den Planeten unseres Sonnensystems sind auch eher Lebensfeindlich als freundlich. So erleben wir die Geschichte von Freya Nakamachi-47, welche als perfekte Konkubine ausgebildet wurde, aber jetzt nicht mehr ganz dem Schönheitsideal entspricht. Mit ihren 1,7m ist sie für viele viel zu groß und ein Streit auf einer Straße über ihr Aussehen artet aus. Plötzlich wird sie verfolgt und muss sich einen neuen Unterschlupf suchen. Ihr wird ein Job angeboten, wo sie entspannt fliehen und ein neues Leben anfangen kann. Keine Frage, sie ist auf dem Weg. Doch schon jetzt wird man als Leser merken, dass hier nicht alles so galt läuft wie man es ihr versprochen hat. Eine Flucht folgt der nächsten und ihre Peiniger vom Anfang sind auch immer wieder mit an Bord. Um was geht es aber wirklich? Genau das, macht den Roman aus. Ich muss gesehen, dass ich all die Sexabenteuer mehr oder weniger überflogen habe, weil sie eher belanglos für die Geschichte sind, vielmehr der Thriller in sich macht Spaß und löst sich am Ende schön behutsam auf. Bei ihren Reisen nimmt sie auch verschiedene Namen und Identitäten an, was das Agentenleben nun einmal mit sich bringt. Die Flugreisen mit den unterschiedlichen Raumschiffen wurden auch sehr anschaulich erklärt. Einmal sind es mit Sonnensegel versetzte Riesenschiffe und das andere mal Atombetriebene kleine enge Frachter. Stross ist dabei auf viele aktuelle Erkenntnisse eingegangen, welche in der Theorie funktionieren könnten, aber in der Praxis noch nicht existieren. Vielleicht sind die Roboter wirklich die besseren Menschen, denn schaut man an wie weit sie gekommen sind, dann muss man neidvoll den Hut ziehen. Allerdings bleibt und stellt sich mir die Frage, warum sie so hinterlistig und mit einer derart hohen kriminellen Energie ihren Weg beschreiten? Bleibt da nicht unweigerlich die Frage nach unserer eigenen Intelligenz und ob wir alle wirklich so gleich sind? Selbst wenn Stross wirklich gute Ideen verarbeitet hat, mit allen Antworten hausiert er dennoch nicht. Fazit: Ein überraschender Sci-Fi-Agenten-Thriller, gefüllt mit viel Fantasie und einer menschenleeren Zukunft. Wer schon immer wissen wollte, wie Roboter-Konkubinen aussehen, arbeiten und welche Gedanken sie haben - bitte schön und wer eine intelligent verpackte Geschichte erleben will greift ebenfalls zu, aber nicht wundern, wenn euch einiges in Wort und Handlung doch zu heftig daher kommt. Meiner Meinung nach hätte alles auch wunderbar ohne Sex und den 18ner Passagen funktioniert. Matthias Göbel Autor: Charles Stross Taschenbuch: 448 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 01.09.2009 ISBN: 978-3-453-52578-8
  6. Der Name des Buches verrät schon so in etwas um was geht geht. Ja, es ist eine geheimnisvolle Maschine, welche so etwa ab dem letzten Drittel auch eine Bedeutung bekommt. Doch zuvor erleben wir die Abenteuer von Fleare. Ein junges Mädchen, welches nicht mehr zuhause sein konnte und vor ihrem reichen Vater floh. Wir erleben eine Zukunft, in der es immer wieder Kriege gibt und da verwundert es nicht, dass auch diesmal einer direkt vor der Tür steht. Sie schließt sich der Gegenseite ihres Vaters an und lernt dabei auch ihren Freund Muz kennen. Schon zum Anfang erfahren wir, dass er irgendwie seinen Körper verloren hat, was aber erst später erklärt wird und er nun als Nanowolke durch die Gegend schwebt. Er ist auch derjenige, welcher schon Hinweise auf diese Maschine gibt, welche so noch als Artefakt bezeichnet wird. Tief im inneren eines Planeten stürzte sie vor Jahren ab und wurde fast vergessenen - Bis heute. Doch zurück zu Fleare. Sie muss fliehen, denn ihr Vater sucht sie natürlich und da bekommt sie ein Problem nach dem anderen. Sie lernt auch einige Freunde kennen, aber auch diese kommen und gehen. Später wird sie auch schwer verwundet und zuallerletzt anscheint auch vergiftet. Doch sie ist immer noch auf der Spur einer unglaublichen Vertuschung, denn um an dieses Artefakt zu kommen, hat die aktuelle Regierung der Spin-Galaxie, viele tausend Menschen dafür arbeiten lassen, welche dabei umkamen. Nebenbei wird auch die Geschichte von der Regierung und des Präfekten selbst besprochen, was allerdings sehr Müde und ohne Witz daherkommt. Wo wir schon dabei sind, der Umgangston in dem Buch ist auch sonst sehr Schroff. Oft wird im Gossenjargon miteinander oder übereinander gesprochenen, was mir zum Teil doch etwas übertrieben und zu gekünstelt klang. Dafür war die Simulation, in der Simulation, der Simulation eine schöne Denkaufgang für jeden Leser. Selbst wenn es jetzt kompliziert klingt, ergibt alles am Ende wirklich Sinn. Ein abgeschlossenes Ende gibt es an sich leider nicht, da es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Trilogie handelt und man schon auf die beiden weiteren Ausgaben warten muss, um alles zu erfahren. Andrew Bannister benutzt nicht technisch weit hergeholte Konzepte, um in die Zukunft zu reisen. Manchmal sind es ganz einfache Fortbewegungsmittel wie Panzer oder Luftgleiter und auch sonst scheint sich die Gesellschaft in manchen Bereichen kaum entwickelt zu haben. Muz hingegen ist außergewöhnlich und macht dank seiner Wolkenform einen spannenden Teil der Geschichte aus. Ob er je seinen Körper wiedererlangt oder Viklun Haas, Fleares Vater, sie doch noch findet, dass müsst ihr schon selbst herausfinden. Wer sich nicht sicher ist, ob der Stil oder die Art und Weise einem gefallen könnte, der sollte einfach mal in Leseprobe hineinschauen. Zur Leseprobe Fazit: Andrew Bannister bricht mit seiner Spin-Trilogie in eine wirklich eigene Zukunft auf. Im Hintergrund gibt es ein spannendes Geheimnis welches gelüftet wird und im Vordergrund gibt es eine Heldin, welche keine ist, aber dank ihrer Flucht vor ihrem Vater die Sympathie des Lesers gewinnt. Kleine schnelle Wendungen, viel Verrat und Hinterlist, mehr muss man nicht mögen, um sich hier wohl zu fühlen. Das Artefakt der Schöpfer des Universums wartet auf euch... Matthias Göbel Autor: Andrew Bannister Paperback: 415 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 04.10.2016 ISBN: 978-3-492-70409-0
  7. Freundschaft ist eines der wohl wichtigsten Dinge, die man in seinem Leben erfahren kann. William Shatner beschreibt in diesem Buch, wie er Leonard Nimoy gefunden, zu lieben und zu respektieren gelernt hat. Mit einem außerordentlich gut recherchierten Hintergrundwissen, taucht man bereits auf den ersten Seiten in die Vergangenheit von Nimoy ein. Ein in Bosten aufgewachsener jüdischer Junge, der aufgrund seiner Herkunft es schon als Kind nicht leicht hatte. Am außergewöhnlichsten schien aber sein Wunsch, Schauspieler zu werden. Weder seine Eltern, noch Großeltern wollten wirklich glauben, dass daraus wirklich mal etwas wird. Anfänglich sah es auch nicht danach aus und Leonard musste sich mit Gelegenheitsjobs übers Wasser halten. Doch genau diese harte Schule, durch dich er gehen musste, formte den Mann der zu Spock wurde. In all den Jahren die er Spock verkörperte war er mehr als nur dies eine Figur. Viele kennen in nur mit den spitzen Ohren und das Star Trek sein zuhause war, doch er hat noch viel mehr geschaffen und davon spricht Shatner. All seine Auftritte und Theaterstücke an den er beteiligt war, feierten Erfolge und konnten Menschen für den Moment des Stückes begeistern und in eine andere Welt versetzen. Seine Kunst fand sich auch in Gedichtbänden wieder und in vielen Ausstellungen von fantastischen Fotografien.Man spürt schon, dass William nicht nur beeindruckt von der Vielfalt seines Freundes war, sondern auch Ehrfurcht. Das die beiden viele Jahre durch die Serie und Filme mehr Zeit als zuhause verbracht haben verwundert nicht und auch später auf all den Star Trek Treffen waren beide oft über Tage zusammen. Auch wenn am Ende sich beide nicht mehr so oft gesehen haben und Freundschaften Täler und Höhen haben, liest man doch deutlich heraus, dass Bill Leonard Nimoy immer bewunderte. Natürlich schreibt Shatner auch viel über sich, seine Schicksale und seine Sicht der Dinge. Er wiederholt sich auch und springt immer wieder gern in den Zeiten herum, so dass man hier nicht wirklich von einer reinen Biographie reden kann. Eher ein Monolog mit Fakten und einer gewissen unterschwelligen Melancholie. Am Ende des Buches veröffentlicht er seinen letzten Brief an Leonard. Auch das er nicht bei der Beerdigung war nimmt er mit auf und erklärt den Grund dafür. Vielleicht hat sich William auch einfach nur einiges von der Seele schreiben wollen und das Fans von Spock ihren Helden einmal mit anderen Augen sehen. Leonard Nimoy wird viel zitiert. Das er es geschafft hat am Ende glücklich zu sein, seine Sucht unter Kontrolle bekommen zu haben und das er seine Familie um sich hatte als er ging zeigt, dass wir als Star Trek Fans mehr verloren haben als den Schauspieler Leonard Nimoy. Fazit: Star Trek ohne Spock – funktioniert nicht! William Shatner schenkt uns mit diesem Buch ein Blick hinter die Kulissen der Serie und gibt uns einen kleinen Querschnitt über das geniereiche Leben von Leonard Nimoy. Er beschreibt seine tiefe Freundschaft, den harten Kampf als Schauspieler, die Auseinandersetzungen mit Gene Roddenberry, die privaten tiefen und lebenslustigen Stunden in den beide alles andere vergessen konnten. Ein Buch welches mit großen Respekt den Künstler und Menschen Leonard Nimoy noch einmal gut hervorhebt. Matthias Göbel Autor: William Shatner, David Fisher Taschenbuch: 300 Seiten Verlag: HEYNE Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 24.10.2016 ISBN: 978-3-453-20143-9
  8. Das die Voyager ein ganz besonderes Schiff ist, hat jeder Star Trek Fan schon damals zur Zeit der Serie verfolgen können. In Buchform ging es genauso aufregend weitergeht, was wir eindeutig der Autorin Kirsten Beyer zu verdanken haben. Selbst das Wiedersehen mit Janeway ist mehr als unbeschreiblich, aber wahr. Wie soll es jetzt mit der doch stark dezimierten Flotte weitergehen? Mehrere Schiffe vernichtet und hunderte Tote. Zur Beruhigung - Ja es geht weiter, doch zunächst muss sich Janeway bei der Flotte melden und sie bekommt eine neue Beurteilung nach ihrer Wiederauferstehung. Was irgendwie logisch klingt, entpuppt sich im Roman selbst aber eher als etwas trocken und nicht ganz so frisch wie die Geschichten zuvor. Währenddessen setzt die U.S.S. Voyager mit Captain Chakotay ihren Weg fort und geht einem sehr alten Hilferuf nach, welcher zur Zeit aufgenommen wurde, als das Schiff noch im Quadranten verschollen war. Ob da immer noch etwas ist? Angekommen findet die Crew nichts vor, im wahrsten Sinne - Nichts. Weder Planeten noch Asteroiden. Und doch da ist etwas, ein riesiges Tarnfeld. Mit etwas Übung und Forschergeist, finden sie einen Weg durch diese Barriere. Ein Planet wird gefunden, aber auch eine seltsame Form von Lebewesen oder zumindest etwas Intelligentes, welches wohl vor vielen Jahren den Hilferuf ausgesandt hat. Denn auf dem Plant hinter dem Tarnfeld scheint Probleme zu geben und die sogenannten Wellenformen wissen nicht wie sie helfen können. Dann haben wir noch B´Elanna und Tom, welche erneut ein Baby erwarten. Doch damit noch nicht genug, die Mutter von Tom scheint mit all ihren Verlusten der Letzten Monate nicht gut umgehen zu können und beantragt das Sorgerecht für Miral. Wie das wohl ausgehen wird? Aber auch Seven und der Doktor bekommen eine kleine Nebenstory verpasst. Der Doktor erforscht die Überbleibsel der Borg, welche sich in Seven gebildet haben und wird ins Hauptquartier gerufen, weil genau diese Catome eine neue Seuche in vielen Welten der Föderation verursacht haben sollen. Im Endeffekt haben wir wieder alles zusammen was Star Trek Voyager ausmacht, aber reicht es auch wirklich aus? Genau mit dieser Frage habe ich mich lange auseinandergesetzt und meine Antwort lautet - Ja. Sicherlich wird man bei manch Diskussion welche Janeway zu führen hat etwas langsamer vorankommen, aber dafür macht das Erforschen dieser seltsamen Wellenformen doch sehr viel Spaß. Die Wendung mit den alten Völkern welche sich gegen die Voyager verbünden finde ich zwar nicht sonderlich ausgereift, aber darauf wird sich wohl noch einiges in den folgenden Romanen aufbauen. Was Tom und B´Elanna angeht haben sie meiner Meinung nach alles richtig gemacht und ein Gericht kann ihnen nicht einfach ihr Kind wegnehmen, selbst in einer so fortgeschrittenen Zukunft nicht. Sevens Erlebnisse werden noch einmal schön aufgerollt, nur muss man sich auch hier ein wenig auskennen, um wirklich den Aha-Effekt zu erhaschen. Bleibt nur noch der Doktor, welcher hoffentlich geheilt werden kann! Fazit: Da fliegt sie die U.S.S. Voyager und möge sie auch weiterhin uns so anmutig unterhalten. Kirsten Beyer versucht wahrlich einen Neuanfang, nachdem sie in den letzten Ausgaben das Scheitern der Full Circle Flotte ausgerufen hat. Mit dem Auferstehen von Janeway hat sie zum Teil mehr Probleme gebracht als gelöst, dennoch bringt sie alles wieder auf den Weg. Mit Spannung kann man auf die neuen Abenteuer dieser Crew schauen. Ob am Ende die Reise der Voyager doch noch zu einem großen Erfolg wird sich zeigen, zuvor gibt es für euch erst einmal diesen Einstieg in eine neue Ära. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 475 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 10.10.2016 ISBN: 978-3-95981-146-0
  9. Ira Behr dreht zur Zeit eine Dokumentation über Deep Space Nine. Das Projekt wird mittels Crowdfunding finanziert und viele US-Fans sehen diese Crowdfunding-Aktion als einen Gradmesser für DS9 in HD. Es ist eine Möglichkeit CBS zu zeigen, dass noch großes Interesse an DS9 besteht und sich eine HD Fassung der Serie rentieren würde (ähnlich wie bereits bei TNG geschehen). Damit das Crowdfunding aber ein entsprechendes Statement sein kann, bedarf es natürlich viele Spender. Link zur Crowdfunding Seite der Doku: https://www.indiegogo.com/projects/what-we-left-behind-star-trek-deep-space-nine-doc#/ Von: Andreas Kallo Quelle: www.trekcore.com
  10. Oh Peter... wie sehr habe ich die Geschichten um Mackenzie Calhoun vermisst... endlich geht es weiter. Doch vorweg, hat uns der Autor gleich einiges zu sagen, denn er wollte nicht mehr einfach an die letzten Ereignisse anschließen, sondern springt einfach ein paar Jahre weiter und fängt damit an seine Figuren neu zu formen. Das hat den Vorteil, dass viel Spielraum bleibt für das, was passiert ist und warum der ein oder die andere so geworden ist, wie sie jetzt ist. So erfahren wir zum einen, dass Soleta der Sternenflotte den Rücken gekehrt hat und sich nun auf Romulus befindet. Sie möchte nicht länger ihre Wurzeln leugnen und geht dabei ein gefährliches Spiel ein. Wie genau es mit ihr weitergeht, erfahren wir wohl erst in den kommenden Romanen, zumindest scheint sie einen Gönner gefunden zu haben.Viel interessanter jedoch ist, dass sie mit jemand zusammengearbeitet hat, der eigentlich tot sein sollte – Xyon. Richtig gelesen, der Sohn von Mackenzie Calhoun lebt, obwohl er alle im Glauben lies, bei der Rettung der Excalibur ums Leben gekommen zu sein. Das er aus der Versenkung hervorkommt, hat einen ganz einfachen Grund, Kallinda, die Schwester vom Si Cwan, dem thallonischen Premierminister heiratet. Bevor sie einen Fehler macht, will er sie zu Rede stellen. Sein Plan scheint jedoch nicht ganz ausgereift zu sein, denn kurzerhand entscheidet er sich sie zu entführen, was natürlich schwerwiegende Folgen hat und Calhoun mit seiner Excalibur sich sofort zum Ort des Geschehens begibt. Dennoch hat Peter David nicht vergessen etwas Mysteriöses mit in den Roman zu packen. Ein altes Volk, welches vor vielen hundert Jahren seine Planeten an die Thallonianer verloren hat, möchte nun ihre Besitz zurück, denn ihre Vorfahren - Die Wanderer – sind auf dem Weg. Nicht überraschend glaubt niemand diesem Volk, was sich am Ende jedoch als großer Fehler herausstellen könnte. Captain Elizabeth Shelby ist inzwischen Admiral und Zak Kebron kann auf der Excalibur als Counselor seine neu entdeckte Redegewandtheit unter Beweis stellen. Viele andere Figuren erfahren ebenfalls eine durchmischte neue Vergangenheit, so dass ihr selbst als Neueinsteiger viel Spaß haben dürftet. Action und Spannung kommen nicht zu kurz, wobei sich Captain Müller doch etwas mehr davon erhofft hatte als sie aufbrach, um Kallinda zu befreien. Was die Hochzeit angeht und ob Xyon mit einer Strafe davonkommt, dass müsst ihr schon selbst herausfinden, aber ich verspreche euch, dass Ende wird euch süchtig machen nach dem hoffentlich bald kommenden Nachfolger. Fazit: Zeiten ändern sich, doch die Qualität bleibt. Peter David schafft mit „Neue Zeiten“ einen perfekten Neustart dieser mehr als unterhaltsamen Star Trek Buchreihe. Ich weiß nicht genau wie er das macht, aber er packt mich jedes mal. Die Abenteuer um Mackenzie Calhoun sind mittlerweile so legendär wie einst Kirk oder Picard und ich würde immer noch behaupten, dass ihr alle viel verpasst, wenn ihr euch nicht einmal genauer mit New Frontier befasst. Ein Hoch auf Peter David, möge er lang leben und noch viel schreiben. Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 339 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 28.11.2016 ISBN: 978-3-95981-160-6
  11. Als ich den Namen Jonathan L. Howard las, war ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich der Autor Baphomets Fluch Spielereihe war, aber doch, ich lag genau richtig. Es ist daher nicht überraschend, dass sein neuer Roman mystisch und fantastisch geworden ist. Wir erleben die Geschichte eines Privatdetektivs - Daniel Carter, welcher wohl mehr Vergangenheit hat ,als ihm selbst bewusst ist. Sein letzter Fall als Polizist beschäftigt ihn heute noch und ich gebe auch zu, dass die hier beschriebenen Vorgänge wirklich nichts für leichte Gemüter sind. Wie dem auch sei, er kehrt dem Dienst den Rücken und versucht sich so durchzuschlagen, bis eines Tages ein Mann vor ihm steht und ihm etwas von einem Testament erzählt, in dem sein Name aufgetaucht ist. Ab sofort ist er Besitzer eines kleinen Buchladens in Providence. Doch wer war dieser H. P. Lovecraft der ihm sein Laden hinterlassen hat? Zunächst lernt Carter Emily Lovecraft kennen, welche erst sehr überrascht ist von dem neuen Besitzer, aber nach und nach findet sich auch eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Die Geschichte scheint bis hier hin eher normal zu verlaufen, liest sich aber erstaunlich flott und man wartet regelrecht auf die kommenden Ereignisse, welche dann auch nicht lange auf sich warten lassen, denn in der Stadt scheint sich etwas Seltsames abzuspielen. Ein Mann ertrinkt in seinem Auto, obwohl kein Wasser im Spiel war und dann gibt es da noch diesen gewissen Mr. Colt und eine Familie Namens Waite, welche schon sein mehr als 100 Jahren in dieser Stadt zu wohnen scheint. Wie sich das alles zusammenfügt und warum Carter am Ende fast wahnsinnig wird, dass müsst ihr schon selbst herausfinden, denn nicht alles was er zu sehen bekommt ist auch Wirklichkeit – oder doch? Genau an diesem Punkt muss ich der Geschichte auch einen Kritikpunkt geben. Es macht immer Spaß sich selbst seine Bilder im Kopf zu malen, wenn man von so unglaublichen Geschehnissen liest, dennoch gibt es hier einfach viel zu wenig Handfestes, was am Ende auch eine vernünftige Auflösung mit sich bringt. Es erscheint so, als ob man diesen Roman als Start für eine Serie genommen hat und man das „Böse“ nie vernichten kann, aber man immer ganz nah dabei ist und nach und nach mehr herausfindet. Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere wurde schön herausgearbeitet, wobei ein, meiner Meinung nach, unnötiger Zwischenfall mit dem Ex-Freund von Lovecraft, dem Roman einen uncharmanten Beigeschmack gibt. Dafür bekommt man ein heftiges Ende mit vielen Wirrungen und einem wie schon erwähnt nicht greifbarem Ende. Etwas überrascht hat mich auch die hohe Anzahl von Filmen welche hier als Vergleich oder Idee oder Grundlage von Erklärungen genommen wurde. Howard hätte hier ruhig auf seine eigene Kreativität setzten können, denn von der hat er genug schon untergebracht. Wenn es weitergehen sollte mit diesem Duo, dann gehe ich davon aus, dass wir einige Personen definitiv wiedersehen und ich freue mich auf den wirklich echten Hintergrund und den Hauptbösewicht. Fazit: Du kannst nicht richtig schlafen und du denkst alles ist nicht wirklich echt? Willkommen in der Welt von Daniel Carter, Ex-Polizist, Privatdetektiv, Ladenbesitzer und seit kurzem auch Jäger von unwirklichen Kreaturen und mysteriösen Mördern. Autor Jonathan L. Howard hat mit viel Erfahrung einen gut ausbalancierten Mystery-Thriller geschrieben, welcher allen Akte-X Fans unter euch durchweg gefallen dürfte. Viele Fragen, wenig Antworten und am Ende weiß man nicht ob es wirklich passiert ist. Viel Spaß beim gruseln und hinterfragen. Matthias Göbel Autor: Jonathan L. Howard Taschenbuch: 398 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 20.06.2016 ISBN: 978-3-86425-854-1
  12. Um das Perry Rhodan Universuim zu erklären, bräuchte ich wohl mehr als ein paar Sätze, dennoch sei kurz gesagt, dass es sich um die größte und umfangreichste Sci-Fi-Saga der Welt handelt. Seit mehr als 55 Jahren fasziniert es mit unglaublichen Geschichten und ein klitzekleinen Einblick könnte man in diesem Roman finden. „Die falsche Welt“ ist ein Zusammenschluss von vier Einzelheftromanen, welche als gebundenes Taschenbuch einen runden Abschluss finden. Dabei muss man sich als Kenner nicht weiter einlesen, wer jedoch neu einsteigt, wird oft an einigen Stellen mit all den Namen und Beschreibungen ins rudern geraten. Doch kommen wir jetzt zu der eigentlichen Geschichte.In einer sehr weit entfernten Zukunft, wird die Galaxis von Atopischen Richtern kontrolliert. Diese besitzen unglaublich fortschrittliche Raumschiffe und in einem solchen sitzt Atlan, ein Freund von Perry Rhodan. Dieses Schiff ist nicht sein Eigen, jedoch wurde er als neuer Captain anerkannt. Er befindet sich aktuell auf der Flucht, weil er den ehemaligen Richter dieses Schiffes überwältigen konnte. Dabei landet er durch eine Zeitreise eintauschend Jahre in der Zukunft. Hier wird er ebenfalls immer noch gejagt und sein Schiff ist bekannt in aller Welt. Außerdem hat sich einer neuer Herrscher empor erhoben und die Menschen leben in einem angeblichen Frieden – doch zu welchem Preis? Sein Schiff wird beschädigt und er muss ein wichtiges Ersatzteil von einem anderen Richterschiff besorgen, was auf einer verborgenen Welt tief im Meer versunken zu finden ist. Genau hier wird auch der Name des Romans erst deutlich, denn auf dem Planeten regieren die unsterblich gemachten Gehirne der ehemaligen Einwohner des Planeten. Zu alledem wird Atlan von Anfang an von einer Agentin gejagt, welche ihm erst zum Schluss richtig dicht auf die Pelle rückt. Er trifft auf Helfer, neue und alte Freunde und erfährt, was mit seinem Freund Perry Rhodan passiert ist. Er merkt, dass er dringend in seine Zeit zurück muss, denn egal was passiert ist, es ist falsch. Alles in Allem bekommt man einen recht durchdachten Roman, welcher zwar einen Umbruch erfährt, als plötzlich aus der Ich-Perspektive kurzweilig geschrieben wird, aber am Ende bekommt man die Chance auf einen Ausblick in die Zukunft. Da es eine Vorgeschichte gibt und das Universum mit vielen Eigennamen spielt, sollte man sich im Klaren sein auf was man sich hier einlässt. Neueinsteiger sollten vielleicht wirklich mit einem Heft anfangen und schauen ob der Stil einem gefällt oder nicht, wer Fan ist und den Teil der Geschichte noch nicht kennt, der wird sich sofort zurechtfinden. Es gab schon einige Momente wo ich etwas verwirrt vor der Geschichte saß und mich gefragt habe warum so viele unnötige Wendungen auftauchen müssen und selbst die Agentin welche Atlan verfolgt ist nur eine Hülle ohne echtem Profil. Ich denke aber dennoch, dass die Geschichte spannend genug erzählt ist, dass man über einige lange Strecken gut hinwegkommt. Fazit: Wo Perry Rhodan draufsteht, ist er selbst aber nicht immer drin, dennoch spielt die Geschichte genau da wo sie hingehört. Ataln reist mit seiner Crew und seinem unglaublichen Schiff durch eine unwirkliche Zukunft und wie auch immer seine Geschichte ausgehen mag, Andreas Eschenbach und Verena Themsen haben zusammen eine passende Story für sein Abenteuer gefunden. Nicht immer schnell erzählt und oft mit unnötigen Umwege, aber immer im Hintergrund den Hauptgrund und wenn man Angst hat, dass die Action überhand gewinnt, ist sie auch schon vorbei. Wer die Heft-Romane: „Willkommen im Tamanium!“, „An Rhodans Grab“, „Im Netz der Kyberspinne“ und „Der letzte Kampf der Haluter“ kennt, bekommt nichts Neues, alle anderen können zugreifen. Matthias Göbel Autor: Andreas Eschenbach, Verena Themsen Taschenbuch: 479 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 14.10.2016 ISBN: 978-3-404-20866-1
  13. Ein kleiner Außenposten, weit draußen im Nirgendwo. Das einzig wirklich interessante ist hier das reiche Vorkommen an Dilithium. Ein Notruf bringt Captain Gold und seine Mannschaft in unmittelbare Nähe und anfänglich sieht es aus, als ob die Welt einen mächtigen Angriff hinter sich hat. Die Häuser weisen riesige Löcher auf und viele Tote sind zu beklagen. Da wir an Bord der U.S.S. Da Vinci die besten Techniker der Flotte haben, ist das Geheimnis nicht lange eins und die Auflösung war auch für mich eine fantastische Überraschung. Somit bringt Autor Aaron Rosenberg dem Sammelband den für mich besten der Teil der Vier Geschichten. Spannung, Witz und eine passende Auswahl an Spezialisten, ergibt am Ende eine runde kleine Story aus dem Alltag eines Engenieers. Nicht lange muss die Crew auf den nächsten Einsatz warten. Diesmal wird sogar an eine bekannte Story angeknüpft. Wir alle erinnern uns sicherlich noch an die letzten Ereignisse aus Deep Space Nine – Dämonen der Luft und Finsternis und an Star Trek New Frontier - Dunkle Portale. Hier wurden gefährliche Portale entdeckt, welche dank Nok deaktiviert werden konnten. Dennoch sind wohl einige Wesen durchgeschlüpft und genau hier greift nun unsere Crew ein. Sie müssen sie nicht nur fangen, sondern auch verstehen. Denn was ursprünglich aussah wie ein nicht empfindungsfähiges Wesen entpuppt sich nach und nach als höchst intelligent. DeCandido kann die Crew zwar gut auffangen und erzählt auch recht flott seine Geschichte, dennoch bleibt das Ende eher trocken und es warten kaum Überraschungen auf den Leser. Nach diesem seltsamen Abenteuer, kann auch mal wieder mehr gekämpft werden, dachten sich wohl die Autoren. In „Der Hinterhalt“, geht es genau um einen solchen. Die Crew wird wieder zu einem Auftrag hinausgeschickt, wird aber von mehreren Schiffen angegriffen. Sie können sich kaum gegen die Überzahl an Gegner erwehren, aber die Not macht eben erfinderisch und nach einigen recht ungewöhnlichen Manövern, schaffen sie es rechtzeitig am Einsatzort anzukommen. Zwar nicht mehr mit dem komplett gefüllten Frachtraum, aber in einem Stück und mit viel neuen Erfahrungen im Kampf. Damit geht es auch gleich auf zum letzten der aktuellen Abenteuer. Hier wird ein Teil der Crew auf einem Planeten abgesetzt, um einen außergewöhnlichen Computer zu untersuchen. An sich klingt die Aufgabe doch recht einfach für einen Ingenieur, doch als dich der Binar mit dem Rechner befasst, erkennt er schnell, dass hier mehr dahinter steckt. Die Hauptaufgabe bestand darin das Wetter und die Umwelt zu kontrollieren, doch genau das Gegenteil geschieht. Überall gibt es Erdbeben und Stürme kommen auf. Vielleicht hat es auch etwas mit den Bewohnern selbst zu tun, denn sie scheinen sich für nicht anderes als Kunst zu interessieren. Was anfänglich etwas seltsam daherkommt, hat am Ende eine schöne Auflösung und hätte meiner Meinung ruhig ein paar Seiten weiter gehen können. Schöne neue Ideen und mit einem flotten Schreibstil, heben sich Scott Ciencin und Dan Jolley mit ihrer letzten Geschichte zum Schluss noch einmal gut ab. Fazit: Man sammelt nicht umsonst, wenn man weiß, dass einige Stücke richtige kleine Schätze sind und genauso ist es auch hier. Captain Gold und seinen Mannschaft, haben nicht nur einfach Reparaturen zu leisten, sondern erleben wirklich unglaubliche und spannende Abenteuer. Selbst der Witz kommt nicht zu knapp und jedes Mitglied der Crew hat genug Charme, es mit den Großen Helden der Star Trek Saga aufzunehmen. Matthias Göbel Autor: Aaron Rosenberg, Keith R. A. DeCandido, Dave Galanter, Scott Ciencin, Dan Jolley Taschenbuch: 304 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 28.11.2016 ISBN: 978-3-95981-158-3
  14. Da haben wir sie wieder, die jungen Wilden der Sternenflotte. Mittlerweile in ihrer dritten und ich muss vorab gestehen, wieder in einer wunderbar erzählten kleinen kurzen Geschichte. Wir erfahren als Leser bereits im Prolog, dass die Romulaner eine gewisse Gemini-Agentin in den Einsatz schicken wollen. Was ihr Ziel ist und was es mit Gemini auf sich hat, erfahren wir jedoch erst zum Schluss. Indessen haben wir wieder Kirk, welcher sich erneut nicht gerade rühmlich auf dem Campus benimmt. Mit einer oder zwei Prügeleien ist er schon vor dem Admiral antreten müssen, doch dieses Mal ist es anders, denn Kirk kann sich an nichts mehr erinnern. Vielmehr wird er vom Geheimdienst der Sternenflotte irgendwo im Park gefunden. Das ruft unweigerlich auch McCoy auf den Plan, welcher sich erneut um seinen Patienten Jim kümmern muss. Das er Blessuren von einer Schlägerei trägt ist nicht verwunderlich, aber der Gedächtnisverlust schon. Uhura taucht auch in der Geschichte auf und kann mit einer neuen Freundin, einer doch recht ungewöhnlichen Vulkanierin die Geschichte erst in Schwung bringen. Denn hier zeigt sich wieder Kirks unbändiger Scharm und er verfällt dieser unglaublich schönen Frau. Doch auch ein anderer uns bekannter Kadett reiht sich langsam in das Geschehen mi ein – Chekov. Er erlebt n seinen eigenen vier Wänden das Chaos pur. Durch sein manipuliertes Zimmer wird er fasst umgebracht und alles deutet auf niemand anderen hin als Kirk. Während alle anderen Studenten der ZETA-Abschlussprüfungen des ersten Studienjahrs hin fiebern, erleben unsere Helden ein doch recht außergewöhnliches Abenteuer. Immerhin erfahren wir ein wenig mehr über Kirk und seine Herkunft. Die Liebe zwischen Uhura und Spock bekommt auch mehr Tiefe, McCoy darf auch wieder einer schönen Agentin den Hof machen und zu guter Letzt stirbt dieses Mal keine Person. Die Abschlussszenerie wird zwar recht schnell heruntergespielt, doch immerhin bekommt man hier auch noch einmal ein wenig Action und selbst die arrogantesten Studenten erkennen, dass sie nur zusammen ans Ziel kommen und nicht alles allein entscheiden müssen, so wie im echten Leben eben. Was ich Rick Barba allerdings vorwerfen möchte ist, dass er sich ruhig ein wenig mehr Zeit hätte nehmen können. Immerhin ist er in den Genuss gekommen einen Star Trek Roman zu schreiben und da kann man ruhig ein wenig ausholen. Sei es der Campus oder auch die Raumschiffe am Ende. Dennoch ist sein Schreibstil derart schnell und fließend zu lesen, dass hier jeder innerhalb von wenigen Stunden durch sein möchte. Da möchte man nur hoffen, dass er sich erneut hinsetzt und an einer neuen Geschichte schreibt, denn egal welcher der genannten Star Trek Personen, alle wurden perfekt in ihre Rolle eingebunden und erleben für sich das passende Abenteuer. Fazit: Ich kann es nur wiederholen, mit einer Ausgabe der Star Trek – Starfleet Academy macht man absolut nichts falsch. Ob Kirk, Uhura, Spock oder McCoy, alle haben ihren ganz eigenen Charme, welcher sich nicht nur in der Serie und den Filmen gefestigt hat, sondern sich in den Büchern nahtlos fortgeführt. Die Story selbst ist schön aufgebaut und man sucht ständig nach der Verdächtigen Person und wer genau mitliest ist schnell bei der Sache. Ich freue mich auf mehr und wer ein paar Minuten für eine gute Star Trek Geschichte übrig hat, der kann hier getrost zugreifen. Matthias Göbel Autor: Rick Barba Taschenbuch: 224 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 27.06.2016 ISBN: 978-3-86425-849-7
  15. Den Namen Alex Benedict könnte man hin und wieder schon einmal gelesen haben, denn mit „Apollo“ veröffentlicht Bastei Lübbe den mittlerweile 7. Band seiner Geschichten. Der Anfang liest sich recht ruhig. Im Nachlass eines alten Archäologen wird ein mehr als tausend Jahre altes NASA-Artefakt gefunden, was unweigerlich den Antiquitätenhändler Alex Benedict auf den Plan ruft. Er selbst will jetzt herausbekommen, wo dieses Stück Geschichte herstammt und warum der Verstorbene den Fund nie öffentlich gemacht hat. An seiner Seite befindet sich wie immer seine Assistentin Chase Kolpath, welche genauso gewitzt ist wie er und mittlerweile ihren Chef sehr gut kennt. Doch schon die ersten Suchansätze verlaufen irgendwie ins Leere. Nicht nur, dass ein Anfang jetzt fehlt, sondern auch die Zeit drängt, den Alex muss rechtzeitig zurück ins Rimway-System. Hier taucht nach vielen Jahren das verschwundene Raumschiff „Capella“ wieder auf. Erstmals scheint es endlich Hoffnung auf Rettung zu geben. Das Schiff geriet in eine Zeitschleife so, dass bei ihnen selbst nur wenige Tage vergehen, aber in der „normalen Zeit“ mehrere Jahre. Immerhin ist der Zyklus stabil und alle 5,5 Jahre taucht das Schiff auf. Versuche den Antrieb zu manipulieren sind bei verschiedenen Experimenten gescheitert und es bleibt wohl nichts anderes übrig die Passagiere einzeln mit Rettungsboten und anderen Schiffen von Bord zu holen. Im Lauf der Geschichte verlieren auch Wissenschaftler ihr Leben weil sie in eine ähnliche Zeitschleife geraten, dort aber alles andersherum verläuft und sie nicht rechtzeitig in den normalen Raum zurückehren. Alex-Benedict macht sich zwischendurch immer wieder auf die Suche nach den Artefakten aus der goldenen Zeit, in der der Mensch das erste Mal ins All flog. Hört man jetzt Archäologe, denkt man sicherlich an das Buddeln im Sand und Finden von alten Gegenständen, doch auch heute schon muss man eher in alten Texten lesen und sich damit Schicht für Schicht der Wahrheit nähern. Was sich spannend anhört. Liest sich meiner Meinung nach eher anstrengend und gleicht nur einer Abfolge von Orten die aufgesucht werden, weil sie die Geschichte voranbringen, aber nicht die Geschichte unterhalten. Viele Dialoge verlaufen sich und haben nichts oder nur ansatzweise etwas mit der Hauptstory zu tun. Kann man machen, wenn damit die Figuren einen tieferen Einblick bekommen oder der Geschichte damit ein Zusatzgewinn geschenkt wird, was aber hier nicht der Fall ist. Auch ein paar Logikfragen werden nicht wirklich beantwortet, ob man in 8000 Jahren wirklich noch mit U-Booten oder Bus unterwegs ist? Wie dem auch sei, Alex-Benedict scheint eine funktionierende Fangemeinde zu haben und auch dieser Roman wird sicherlich in der Sammlung seinen Platz finden. Wer neu anfangen will, sollte sich vielleicht nicht diese Geschichte als Start wählen, denn nicht jeder Klappentext eines Buches verinnerlicht auch wirklich die Spannung, die er von außen verspricht. Fazit: „Apollo“ beschreibt die Hoffnung des Autors, dass in mehreren Tausend Jahren die Menschen immer noch an der Vergangenheit interessiert sind und diese es für wertvoll erachten sie zu erforschen. Alex-Benedict begibt sich auf eine Reise rund um die Erde, um das Geheimnis eines alten Kommunikationsartefakts zu lösen und ein Raumschiff welches immer wieder verschwindet daran zu hindern, dass es wieder geschieht. Mit vielen unnötigen Umwegen löst sich alles am Ende auf und zeitweise blieb dabei der Lesespass einfach zu oft auf der Strecke. Matthias Göbel Autor: Jack McDevitt Taschenbuch: 479 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.05.2016 ISBN: 978-3-404-20827-2