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2 Ergebnisse gefunden

  1. ...und ich hatte mich schon gefragt, ob es mit Deep Space Nine irgendwann einmal weitergeht. Una McCormack hat sich nun endlich der Figuren wieder angenommen und präsentiert uns die fortlaufende Geschichte nach „The Fall“. Alles fängt mit der Idee von Doktor Katherine Pulaski an. Sie schließt sich einer Forschungsmission an, welche wieder zu den Wurzeln der Sternenflotte zurückgeht – Die Erforschung des Alls und des Unbekannten. Dabei soll das Schiff vor allem viele verschiedene Völker beherbergen, so dass man zusammen lernt und lebt und sich dabei kennenlernt. Doch schon bei dieser Idee scheint es schon Schwierigkeiten zu geben, denn ein Sternenflotten-Geheimdienst-Offizier meldet sich mit einer Tzenkethi und will mit an Bord. Captain Ro Laren hat derzeit ein paar andere Probleme, denn eine außerirdische Rasse nimmt DS9 in Besitz. Das Volk der Himmelsweite ist friedlich, schert sich wenig um Regeln und all die vielen Kinder an Bord bringen ordentlich Gewusel auf die Station. Doktor Beverly Crusher hat derzeit das Sagen auf der Krankenstation und auch sie findet die Kinder zwar unterhaltsam, nur erinnert es sie an ihren eigenen Sohn. Das Schiff mit Dr. Pulaski bricht schlussendlich doch auf und trifft überraschender Weise schnell auf einen Erstkontakt. Nichtsahnend, dass dieses Volk noch für die Lösung manch anderer Probleme auf DS9 notwendig ist. Auch Odo kehrt aus seiner Einsiedelei zurück und will sich um einen ganz besonderen Fall kümmern, Im Krieg zwischen Romulaner und Cardassianer gab es einige Gefangene, welche bis heute, 10 Jahre danach, immer noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Was ist aus ihnen geworden? Leben sie noch? Genau das führt zur nächsten kleinen Krise, welche gemeistert werden muss. Da die Geschichte einen doch schönen roten Faden hat und man mit manch kleiner Überraschung erst das Gesamtbild zu sehen bekommt, muss man sich als Leser schon ordentlich gedulden und wird dabei nicht enttäuscht. Jeder unser alten Helden bricht nicht aus seinem Rahmen und verhält sich wie gewohnt. Selbst Quark darf seine uns bekannte Schlitzohrigkeit wieder zur schau stellen. Überrascht war ich, dass Miles O'Brien immer noch auf der Station ist , aber einer muss sich ja um die neue Technik kümmern. Garak als neues Oberhaupt von Cardassia muss sich politischen Auseinandersetzungen stellen und der Zwist zwischen Pulaski und Crusher wird auch auf eine neue Ebene gehoben. Das Denken und Fühlen von Flüchtlingen wird hier ebenfalls deutlich unter die Lupe genommen. Ich muss gestehen, dass ich selten so viel Themen, auf im Endeffekt doch so wenig Seiten gefunden habe. Fazit: Eine Mischung aus Krimi, ethnischen und politischen Debatten, sowie Spannung und auch etwas zum Lachen wartet hier auf euch. Deep Space Nine hat schon immer als Schmelzpunkt für Völker und Verständigung funktioniert und auch diesmal führen die Charaktere der Serie zu einer Lösung, welche manch Politiker nicht hinbekommen hätten. Ich freue mich das Odo zurück ist und das es endlich neue Geschichten geben wird, in den es mal ausnahmsweise nicht um Krieg und Tod geht. Matthias Göbel Autor: Una McCormack Taschenbuch: 287 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.01.2017 ISBN: 978-3-95981-174-3
  2. Der Auftakt der neuen Reihe begann mit einem schrecklich mörderischen Ende und man könnte meinen, dass endlich herausgefunden wird, wer hinter all dem steckt. Doch zunächst widmet sich Una McCormack sehr ausführlich Cardassia. Das Elim Garak mittlerweile Botschafter für sein Volk ist, dürfte jedem bekannt sein. Er befindet sich in Begleitung von Captain Jean-Luc Picard auf dem Weg zu seiner Heimat, denn hier gilt es, die letzten Striche unter den neuen Vertrag mit der Föderation zu ziehen. Doch schon bei der Ankunft wird klar, dass Cardassia nicht mehr der Planet ist, den er vor langem in Erinnerung hatte. Die politische Führung, unter der aktuellen Kastellanin, muss sich immer wieder gegen Aufständische erwehren. Dann geschieht auch noch ein Mord eines Föderationssoldaten und dummer Weise ist dieser auch noch Bajoraner. Die Lösung klingt recht einfach und selbst als Leser denkt man, dass dieser Fall schnell gelöst wird, doch muss man wirklich bis zum Schluss durchhalten, um zu erfahren, welches Spiel hier wirklich gespielt wird. Recht typisch für Garak ist er seinen Lesern und vor allem seinen Widersachern immer eins voraus. Ob es um Informationen geht, die Vereitelung eines Mordanschlages oder die Aufdeckung einer Verschwörung gegen die Regierung. Sehr Komplex wird hier versucht zu erklären, was Macht aus dem macht, der sie besitzt und dabei ist es egal, ob man auf der ein oder der andern Seite sitzt. Die Methoden welche hier angewandt werden sind bekannt und „Der wahre Weg“ sollte eingefleischten Fans ebenfalls ein Begriff sein. Jedoch gilt es die Gesamtheit über die Geschichte nicht zu verlieren. Schließlich wird in der Vorgeschichte die Präsidentin getötet und die Föderation soll von Cardassia abgezogen werden. Ist hier der Zusammenhang zu finden und steckt diese Organisation vielleicht dahinter? So richtig wird dies nicht beantwortet, aber eins ist klar, dass mit diesem Buch eine Person so viel Macht bekommen hat, wie man es nach seinem ersten Auftritt nie vermutet hätte - Elim Garak. Schon damals als Schneider war der die unheimlichste und undurchsichtigste Person auf Deep Space Nine und seine Vergangenheit zeugt nicht immer zwingend von Friedensliebe. Picard und seine Crew sind leider nur Beiwerk. Gerade hier hätte man politisch gesehen mehr erwarten können, denn nicht das erste Mal wird die Enterprise zu solch einer Krise gerufen. Der Captain hält sich diesmal strikt an alle Anweisungen. Nur im Zwischenspiel mit Garak kann man seine Raffinesse erkennen. Mit welch umfangreicher Weitsicht hier geschrieben wurde, kann man sicher nur erahnen und vielleicht wird der Mörder im nächsten Roman gestellt. Zumindest bekommt man als Leser mehr Erkenntnis über die Zukunft von Cardassia, welche nun wieder völlig offen steht und die Frage bleibt, ob Macht kruppiert und schlussendlich zu Wahnsinn führt. Fazit: Cardassia und sein Geheimdienst, nichts hängt näher zusammen und nichts ist oft ein Kampf nur mit Worten wie hier. In vielen Passagen gibt es nur kurze verstecke Hinweise, was die Geschichte, meiner Meinung nach, leider zu sehr in die Länge zieht. Der eingefügte Mordfall des Bajoraners ist nur Nebensache und führt man Ende, wie bei einem Tatort, zu der Person, die schon am Anfang mitzuerleben war. Dafür gibt es für alle die gern die politische Bühne betrachten, ein passendes Theaterstück über Intrige, Manipulation und Wortvielfallt. Möge Cardassia ein strahlender neuer und besserer Ort werden, als er jemals war. Matthias Göbel Autor: Una McCormack Taschenbuch: 380 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 12.10.2015 ISBN: 978-3-86425-779-7
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